Grundlagenliteratur LoB

Beratung allgemein

Andersen, T. (Hrsg.) (1990): Das Reflektierende Team. Dialoge und Dialoge über die Dialoge. Dortmund: verlag modernes lernen

Bamberger, Günter G. (2001): Lösungsorientierte Beratung. Praxishandbuch, 2. Aufl. Weinheim: Beltz

Bamberger, Günter G. (2004): Beratung unter lösungsorientierter Perspektive.
In: Nestmann, Frank, Engel, Frank und Sickendiek, Ursel (Hrsg.): Handbuch Beratung. Bd. 2: Ansätze, Methoden und Felder. Tübingen: dgvt-Verlag, S. 737-748

Berg, Insoo Kim (2002): Familien-Zusammenhalt(en). Ein kurz-therapeutisches und lösungs-orientiertes Arbeitsbuch. Dortmund: verlag modernes lernen

Burnham, John B. (1995): Systemische Familienberatung. Eine Lern- und Praxisanleitung für soziale Berufe. Weinheim, Basel: Beltz

Holtz, K. L. (2008) Einführung in die Systemische Pädagogik. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme

Holtz, K. L. und Thiel, D. (1996). LoB – Lösungsorientierte Beratung und Supervision in pädagogischen Handlungsfeldern. In: J. Schlee & W. Mutzeck (Hrsg.). Kollegiale Supervision. Modelle zur Selbsthilfe für Lehrerinnen und Lehrer. Heidelberg: Winter, Programm Ed. Schindele

Hubrig, C. und Herrmann, P. (2005) Lösungen in der Schule. Systemisches Denken in Unterricht, Beratung und Schulentwicklung. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme 2005

Klein, R. und Kannicht, A. (2011) Einführung in die Praxis der systemischen Therapie und Beratung. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme

Jong, P. De und Berg, I. K. (2003): Lösungen (er-)finden. Das Werkstattbuch der lösungsorientierten Kurztherapie. Dortmund: verlag modernes lernen

Molnar, A. und Lindquist, B. (2002). Verhaltensprobleme in der Schule. Lösungsstrategien für die Praxis. Dortmund: verlag modernes lernen

Schmidt, G. (1993). Systemische Supervision von EB-Teams – Einige grundsätzliche Bemerkungen. In Hahn, K. & Müller, F.W. (Hrsg.). Systemische Erziehungs- und Familienberatung. Mainz: Matthias-Grünewald-Verlag

Shazer, St. de (2003): Wege der erfolgreichen Kurztherapie. Stuttgart: Klett-Cotta

Shazer, Steve de (1989): Der Dreh. Überraschende Wendungen und Lösungen in der Kurzzeittherapie. Heidelberg: Carl Auer

Schweitzer, J. und Schlippe, A. v. (2000): Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung. 7. Aufl. – Göttingen, Zürich: Vandenhoeck & Ruprecht

Simon, F. B.; und Christel Rech-Simon (2000): Zirkuläres Fragen. Systemische Therapie in Fallbeispielen: Ein Lernbuch. Heidelberg: Carl Auer

Weiss, T. und Haertel-Weiss, G. (1999): Familientherapie ohne Familie. 5. Aufl. – München, Zürich: Piper

Welter-Enderlin, Rosemarie und Hildenbrand, Bruno (1996): Systemische Therapie als Begegnung. Stuttgart

Walter, J. L. und Peller, J. E. (2002): Lösungs-orientierte Kurztherapie. Dortmund: verlag modernes lernen

Als weiterführende Literatur wird empfohlen:

Brandau, H. (Hrsg.) (1996): Supervision aus systemischer Sicht. Salzburg: Otto Müller

Efran, J.S., Kukens, M.D. und Lukens, R.J. (2002). Sprache, Struktur und Wandel. Bedeutungsrahmen der Psychotherapie. Dortmund: verlag modernes lernen

Glasersfeld, E. v. (1997). Wege des Wissens – Konstruktivistische Erkundungen durch unser Denken. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme-Verlag

Mücke, K. (2003). Probleme sind Lösungen. Systemische Beratung und Psychotherapie – ein pragmatischer Ansatz. Potsdamm: Systemeverlag

Rotthaus, W. (2004): Wozu erziehen? Entwurf einer systemischen Erziehung. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme-Verlag

Voss, R. (Hrsg.) (1998): SchulVisionen. Theorie und Praxis systemisch-konstruktivistischer Pädagogik. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme-Verlag

Weiss, Th. und Haertel-Weiss, G. (2003): Familientherapie ohne Familie. Kurztherapie mit Einzelpatienten. München: Piper

Watzlawick, P. (1981). Die erfundene Wirklichkeit. München: Piper

Systemische Beratung und Supervision

Konstruktivismus

Biografiearbeit

Kinderliteratur

Verhaltensänderung durch Schriftsprache

Ich erzähle, also bin ich…

Erzählungen, niedergeschrieben oder in mündlicher Überlieferung können Menschen helfen, das eigene Leben zu ordnen (ihm Sinn zu geben), Verantwortung (für es und sich) zu übernehmen und sich ihrer selbst zu vergewissern. Somit sind Erzählungen auch immer therapeutische Mittel, die als Selbsthilfe oder in einen Beratungs-oder Therapieprozess integriert, der Selbstvergewisserung in Krisen oder Problemsituationen dienen. Menschenbilder, die das Individuum in einem narrativen Ansatz als Erzähler (Erfinder) seiner eigenen Geschichte bezeichnen, haben Konjunktur und man gewinnt den Eindruck, dass die Notwendigkeit des sich selbstvergewissernden Erzählens um so mehr im Vordergrund steht je mehr in einer Flut öffentlicher Talkshows und alltäglicher Seifenopern der individuelle Lebensvollzug unterzugehen droht.

Die Grundlagen und Implikationen des narrativen Ansatzes sind in zahlreichen Abhandlungen dargelegt, zahlreiche Therapiemethoden greifen auf Bilder, Metaphern und Geschichten zurück.

Auch in der Therapie mit Kindern und Jugendlichen gewinnt die Beschäftigung mit der heilsamen Wirkung der Schriftsprache zunehmend mehr Bedeutung. Die Bibliotherapie und der Einsatz literarischer Mittel unter systemischer Perspektive (Epston & White), die Analyse und Verwendung von Märchen(Bettelheim), die Lehrgeschichten von Milton H. Erickson, die Beschäftigung mit Mythen und Heldengeschichten (Sheldon B. Kopp), die Überlegungen zur therapeutischen Wirkung von Bilderbüchern belegen dies.

Daher haben wir, angeregt durch die Ausbilder des Kindercurriculums der M.E.G. versucht, die Literatur zu sichten, Grundlagenliteratur zusammenzustellen und vor allem themenspezifische Kinder- und Jugendbücher zu systematisieren. Hierbei haben viele Teilnehmer von Workshops und Lehrveranstaltungen einen Beitrag geleistet und wir möchten die Ergebnisse mit dieser Zusammenstellung der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Verbunden mit diesem Angebot ist die Hoffnung, dass sich noch viele Nutzer mit Rückmeldungen und eigenen Beiträgen (z.B. per Email oder Diskette) an der Erweiterung dieser Seiten beteiligen.

Folgende Themenbereiche sind auf den nachfolgenden Seiten ausgewertet:
Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen,
Schwerpunkt: Literatur mit Anregungen zur Hypnotherapie

Literatur zur Kindertherapie

Crasilneck, H. B. und Hall, J. A. (1985).

Fürstenau, P. (1994, 2.Aufl.). E
Der Band enthält eine Sammlung von Aufsätzen des Autors aus den letzten Jahren. Das Interessante scheint mir zu sein, dass hier zum einen der psychoanalytische und der systemische Ansatz über die Konstrukte der Ich-Entwicklung und der Objektbeziehungen in einen veränderten Rahmen gesetzt werden, zum anderen ganz im Sinne Ericksonscher Grundhaltungen Entwicklungsförderung an die Stelle der Orientierung an Defiziten tritt. Auf der Grundlage dieser „progressionsorientierten psychoanalytisch-systemischen Therapie“ werden so unterschiedliche Themenbereiche wie „Frühstörungsmanifestationen“, „Katathymes Bilderleben“ und „Teamsupervision“ abgehandelt.

Hahn, K. und Müller, F. W.. (1993) Systemische Erziehungs- und Familienberatung. Frankfurt: Grünwald.
Ein gelungener Sammelband zu Beratung und Supervision mit den für uns interessanten Beiträgen von Hahn über Lösungsorientierte Kurzpsychotherapie nach deShazer, Gunther Schmidt über Systemische Supervision und Susy Signer-Fischer über Hypnotherapeutische Methoden in der Erziehungsberatung.

Haley, J. (1985, 3.Aufl.).
In diesem Band über strategische, direktive Familientherapie gibt es naturgemäß einige Hinweise zur Therapie mit Kindern und Jugendlichen. Hilfreich ist vor allem die abschließende ( und die Methoden zusammenfassende) Falldarstellung einer Phobie bei einem Knaben, der von Haley als „moderner kleiner Hans“ bezeichnet wird. Es wäre interessant, diesen Hinweis aufzugreifen und den Originalbeitrag Freuds zum kleinen Hans (1909) mit der Interpretation des Verhaltenstherapeuten Wolpe ( Wolpe & Rachman 1960) und nun der Sichtweise Haleys zu vergleichen.

Haley, J. (1988.2.Aufl.). Die Psychotherapie Milton H. Ericksons. Reihe Leben lernen 36. München: Pfeiffer
Diese Übersetzung der ? Uncommon Therapy (1973) stellt Ericksons Ansatz unter Bezug auf die menschliche Entwicklung von der Wiege (Kap.6. Geburt und Erziehung von Kindern) bis zur Bahre (Kap. 9: Die Leiden des Alters) dar. Es ist eine gute Einführung für die an „Entwicklung und Erickson“ Interessierten.

Holtz, K. L. (1990).
Dieser beim Autor erhältliche Projektbericht enthält einige Veröffentlichungen zum Thema Entwicklung und Therapie nach M.H. Erickson, u.a. den mit B. Trenkle gemeinsam erarbeiteten Vortrag über die Behandlung eines von Fachleuten als autistisch diagnostizierten Jungen.

Holtz, K. L., Mrochen, S., Nemetschek, P. und Trenkle, B. (2000) (Hrsg.). neugierig aufs Großwerden. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme
Dieses Buch zeigt die Praxis der Hypnotherapie mit Kindern und Heranwachsenden unter ressourcen-, lösungs- und entwicklungsorientierten Perspektiven. Führende Fachleute aus dem deutschsprachigen Raum berichten über Konzepte und Methoden, die sich in den letzten Jahren als erfolgreich erwiesen haben. „neugierig“ aufs Großwerden bietet vor diesem Hintergrund viele praktische Anregungen und Falldarstellungen zu Themen wie Stärkung des Selbstvertrauens, Beziehungsgestaltung (Rapport), Lösungsorientierung, Familientherapeutisches Arbeiten, Literarische Mittel, Kreatives Gestalten, Rituale, Zaubern, Entspannung, Arbeit in der Schule und in der pädiatrischen Onkologie und Hämatologie

Kossak, H. Ch. (1989).
Dieses Standardwerk enthält in einigen Kapiteln Hinweise zur Therapie mit Kindern und Jugendlichen. Wichtig ist beispielsweise die Darstellung unterschiedlicher Induktionstechniken, S. 309ff

Lenthe, S. von (1991).
Etwas für lange Winterabende oder besinnliche Stunden auf dem Balkon. Der Herausgeberin ist es gelungen, wichtige Originalbeiträge zur Identitätsentwicklung, von Bettelheim über E. Erikson, Maria Montessori bis hin zu Winnicott zusammenzutragen und so zur Wiederauffrischung oder Vertiefung entwicklungspsychologischen Wissens zu therapeutischen Zwecken beizutragen. Ob die Verunsicherung der lesenden Elternschaft mit dieser Lektüre abgebaut wird, wie Lenthe im Sinn hat, wage ich zu bezweifeln. Für die gebildeten Stände und /oder Kindertherapeuten ist das Buch allerdings ein Gewinn.

Madanes, Cloé (1989). Kindertherapeuten werden diese Falldarstellungen mit Gewinn lesen, weil sie nicht nur spannend dargestellt, sondern auch systematisch aufbereitet und kommentiert sind, so dass ein Transfer auf die eigene Arbeit leicht fällt.

Mills, J. C. und Crowley, R. J. (1986).
Das amerikanische Standardwerk neben Gardner & Olness mit vielen kreativen Anregungen zur Konstruktion von Metaphern und Geschichten und anderen therapeutischen Darstellungsformen (wie Malen usw.). Wer die Geschichten vieler Workshops einmal im Original nachlesen will, hier ist es möglich.

Mrochen, S., Holtz, K. L. und Trenkle, B. (2000) (Hrsg.).
Der Bestseller in der 4.Auflage gibt einen umfassenden Überblick über die Entwicklung und Anwendung der Hypnotherapie mit Kindern und Jugendlichen in Deutschland und den USA.“Ein ganz praktisch orientiertes Buch über Kinderhypnose, von Praktikern für ebensolche geschrieben“ (M.E.G.a.Phon)

Oaklander, V. (1981).
Oaklander gilt einigen Mitgliedern der MEG (zu Recht, wie ich finde) als eine der geistigen Ziehmütter. Im Sinne eklektischen Vorgehens kann man unter Entwicklungsperspektive bei ihr eine Menge Anregungen finden.

Olness, Karen und Kohen, Daniel P. (2001).
Dies ist die Übersetzung einer Neuauflage des nachfolgend erwähnten Klassikers, welche den state of the art der Kinder-Hypnotherapie in eindrucksvoller Weise wiedergibt. Alle relevanten Bereiche werden in Theorie und Praxis umfassend dargestellt

Gardner, G. G. und Olness, K. N. (1981).
Dieser Klassiker unter den Büchern zur Hypnotherapie mit Kindern und Jugendlichen enthält neben einem guten historischen Überblick und einer Übersicht über Befunde zur Therapie bei verschiedenen Störungsbildern auch eine Vielzahl von Anregungen zur konkreten (Hypno-) Therapieplanung. Eine weitere Neuauflage (nach Olness, K., 1986) von den Herausgebern Cohen & Olness (1996) ist erschienen. Die deutsche Ausgabe s.oben

O’Hanlon, W. H. und Hexum, A. L. (1994).
Milton H. Ericksons gesammelte Fälle. Stuttgart: Klett-Cotta Enthält Fallbeispiele zu unterschiedlichen Altersstufen und Störungsbereichen.

Peter, B. und Kraiker, C. (1990) (Hrsg.).
Kinderhypnose. Hypnose und Kognition. Zeitschrift für die Grundlagen und klinische Anwendung von Hypnose und kognitiver Psychologie, Bd. 7, Heft 1 Dieses von Siegfried Mrochen edierte und der Nestorin der Kinderhypnose, Josephine Hilgard, gewidmete Heft ist ausschließlich der Hypnotherapie bei Kindern und Jugendlichen vorbehalten und enthält zahlreiche wichtige Beiträge, u.a. von Hilgard, Kleinhauz, Kohen, LeBaron und Olness zu grundlegenden Überlegungen , Forschungsberichten, (z.B. über Selbsthypnose mittels Entspannung und mentaler Vorstellung) und Störungsbildern wie Schmerz , Angst, Adipositas.

Peter, B., Kraiker, Ch. und Revenstorf, D. (1991) (Hrsg.). Hypnose und Verhaltenstherapie. Bern/Stuttgart/Toronto: Hans Huber
In dieser Übersicht über Gemeinsamkeiten und Integrationsmöglichkeiten der beiden therapeutischen Strategien finden sich einige Hinweise zur Therapie bei Kindern und Jugendlichen , u.a. die Darstellung eines Falles von Morbus Crohn (S. Mrochen).

Peter, B. und Schmidt, G. (1992) (Hrsg.). Erickson in Europa. Europäische Ansätze der Ericksonschen Hypnose und Psychotherapie. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme
Auch dieser Sammelband über den ersten MEG-Kongress in Heidelberg enthält zahlreiche Beispiele zur Kindertherapie, etwa der Beitrag von Susi Signer-Fischer über die „Behandlung von Ängsten bei Kindern und Jugendlichen mittels hypnotischer Techniken“.

Peseschkian, N. (1987).

Revenstorf, D. (1990) (Hrsg.).

Rosen, S. (1990.2.Auflage).
Herausgegeben und kommentiert von S. Rosen. Kein weiterer Kommentar.

Rossi, E. L. (1995-1998) (Hrsg.).

Rotthaus, Wilhelm (2001) (Hrsg.).

Satir, Virginia (1975).
Dieser Klassiker, der auch bei uns schon ca. 10 Auflagen erlebt hat, heißt im Originaltitel ? Peoplemaking? und verweist so zum einen auf den Entwicklungsansatz, zum anderen auf die Hilfen zur „Menschwerdung“, d.h. der Selbstentwicklung und Entfaltung von Kompetenzen und Ressourcen, die Familien und Therapeuten nahegelegt wird.

Spiegel, H. und Spiegel, D. (1978).

Steinhausen und v. Aster (1994 ). Handbuch der Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin bei Kindern und Jugendlichen. Weinheim: Psychologie Verlags Union
Dieses nach Störungsbildern gegliederte Handbuch enthält in einigen Bereichen (z.B. Schmerztherapie) Hinweise auf hypnotherapeutische Strategien und gibt wertvolle Anregungen zu eklektischen Strategien, z.B. bei Asthma, Bettnässen, Hyperaktivität, Lernstörungen.

Wester II, W. C. und O’Grady, D. J. (1991) (Ed.). Clinical Hypnosis with Children. New York: Brunner & Mazel
Dieser Band enthält Übersichten und praktische Anregungen zu verschiedenen Störungsbereichen wie kindliche Traumen, sexueller Missbrauch, Habits, Tics, Ängste, Eßstörungen, Enuresis und Encopresis, Schmerz, Lern- und Verhaltensstörungen. Die Einführungskapitel über entwicklungspsychologische Bedingungen und entwicklungsbezogene Strategien sind instruktiv, einige Hinweise, z.B. von Wall (Kap. 1) auf Piaget, scheinen mir in bezug auf die Altersangaben revisionsbedürftig, oder aber auf unsere europäischen Entwicklungsbedingungen nicht unbedingt übertragbar zu sein.

Zeig, J. K. (1982) (Ed.).

Zeig, J. K. (1985) (Ed.).

Zeig, J. K. (1985) (Ed.). Dieser Band aus der Reihe der Erickson- Kongresse in den USA enthält einige interessante Beiträge zur Therapie mit Kindern und Jugendlichen, z.B. zur Familientherapie, zur Arbeit mit Adoleszenten, zu Agoraphobie und Schulphobie.

Zeig, J. K. und Lankton, St. R. (1988) (Ed.).

Autogenes Training, Entspannung und Meditation

Ahsen, A. (1981).
Imagery approach in the treatment of leaming disability. In: Mental Imagery, 5, 157-196

Anders, W. (1984).
Unterrichtsdidaktisches Konzept zur Einführung von Entspannungsübungen bei verhaltensauffälligen Schülern. In: Motorik, 7, 157-166

Anders, W. (1985).
Eutonie und autogenes Training bei verhaltensauffälligen Schülern. In: Motorik, 8, 58-66

Bemstein, D. A. und Borkovec, Th. (1978).
Entspannungstraining. Handbuch der progressiven Muskelentspannung. München:

Biermann, G. (1975).
Autogenes Training mit Kindern und Jugendlichen. München:

Böttcher, U. (1977).
Yoga für Kinder. Frankfurt:

Carrington, Patricia (1977).
Das große Buch der Meditation. Bern:

Eberlein, Gisela (1976).
Autogenes Training für Kinder mit Märchen. Düsseldorf:

Florin, Irmela (1978).
Entspannung – Desensibilisierung. Stuttgart:

Gendlin, E. T. (1978).
Focusing. New York: Bantain

Goetze, Herbert. (1989).
Entspannung und Meditation. In: Handbuch der Sonderpädagogik. Pädagogik bei Verhaltensstörungen. Band 6. Berlin:

Heinzel, J. und Walkenhorst, Ph. (1984).
Entspannungstraining als gruppenorientierte Methode der Jugendarbeit – Ein Praxisbericht. In: Sonderpädagogik; 14, 125-132

Hendricks, G. und Wills, R. (1975).
The centering book. New York:

Jacobson, E. (1938).
Progressive Relaxation. Chicago:

Kemmler, R. (1975).
Autogenes Training für Kinder, Jugendliche und Eltern. München:

Kiphard, E. J. (1980).
Yoga mit verhaltensgestörten Kindern. In: Motorik, 3, 7-16

Klein, S. A und Deffenbacher, J. L. (1977).
Relaxation and exercise for hyperactive impulsive children. In: Percept. & Mot. Skills , 45, 1159-1162

Koeppen, A. S. (1974).
Relaxation training for children. In: Elem. School Guidance & Counsel. 9, 14-21

Kruse, W. (1977).
Autogenes Training für Kinder. München:

Lazarus, A. (1993).
Innenbilder. Imagination in der Therapie und als Selbsthilfe. Reihe Leben lernen 47. München: Pfeiffer

Langenkamp, B., Steinacker, I. und Kröner, B. (1982).
Autogenes Training bei 10jährigen Kindern – Beschreibung des Kursprogramms und des kindlichen Verhaltens während der Übungsstunden. In: Praxis Kinderpsychologie, 31, 238-243

Leuner, H. (1978).
Katathymes Bilderleben mit Kindern und Jugendlichen. München:

Lischke-Neumann, Gabriele, Lorenz-Weiss, Alida und Sandock, B. (1981).
Das autogene Training in der therapeutischen Kindergruppe. In: Praxis Kinderpsychologie, 30, 109-118

Luchs, E. M. (1980).
Yoga für Kinder. München:

Meichenbaum, . ( ). Imagination.

Morris, J. (1976).
Meditation in the classroorn. In: Learning Magazine, Decernber

Mück, U. (1979).
Yoga als unterrichtstherapeutischer Versuch an einer Schule für Geistigbehinderte. In: Motorik, 2, 105-111

Myschker, N. (1985).
Meditation in der Sonderpädagogik. In: G. Gerber, H. Kappus, W. Datler u. T. Reinelt (Hrsg.). Der Beitrag der Wissenschaften zur interdisziplinären Sonder- und Heilpädagogik. Wien:

Postmeyer, B. ( ).
Kinder helfen sich selbst. Autogenes Training für Kinder. München:

Riedlin, Carolin und Wiggenhorn, Th. (1975).
Entspannungstraining in der Arbeit mit schwierigen Schülern. In: H. Rozman, Meditating with Children. University of the Trees press. Boulder (dt. Übersetzung: Mit Kindern meditieren. Frankfurt 1979)

Schwäbisch, L. und Siems, M. (1976).
Selbstentfaltung durch Meditation. Reinbek

Setterlind, S. (1984).
Entspannung – ein Teil der Gesundheitserziehung in der Schule – Ergebnisse empirischer Untersuchungen. In: Motorik, 7, 118-128

Schriftsprache und Therapie

Therapeutische Ansätze

Affemann, R. (1982). Lesen im therapeutischen Prozeß. In: Herder-Taschenbuch-Redaktion (Hrsg.), Heilkraft des Lesens,18-21. Freiburg:

Bandler, R. und Grinder, J. (1985). Metasprache und Psychotherapie. Die Struktur der Magie 1. Paderborn:

Becker, Eva (1993). Ich sehe deine Sprache, wenn du schweigst. Aphasietherapie und NLP. Paderborn

Bichsel, P. (1995).Geschichten zur richtigen Zeit. In: Handelszeitung 21, 24.Mai

Efran, J. S., Lukens, M. D. und Lukens, R. J. (1992). Sprache, Struktur und Wandel.Bedeutungsrahmen der Psychotherapie. Dortmund: verlag modernes lernen

Epstein, Gerald (1981). Wachtraumtherapie. New York:

Epston, D. und White, M. (1990). Die Zähmung der Monster. Literarische Mittel zu therapeutischen Zwecken. Heidelberg:

Frank, J. D. (1992). Die Heiler. Wirkungsweisen psychotherapeutischer Beeinflussung. Vom Schamanismus bis zu den modernen Therapien. Stuttgart:

Frankl, V. E. (1992). …trotzdem ja zum Leben sagen. München:

Frankl, V. E. ( 1992). Die Sinnfrage in der Psychotherapie. München:

Frankl, V. E. (1991). Anfang war der Sinn. Von der Psychoanalyse zur Logotherapie. München:

Freudenreich, Dorothea et al. (1981). Rollenspiel. Rollenspiellernen für Kinder und Erzieher in Kindergärten, Vorklassen und ersten Schuljahren. Hannover:

Frühmann, Renate (1985). Poesie – ein Weg zu sich selbst. Metareflexionen zur Überwindung von Entfremdung durch poetisches Sagen. In: Petzold, Orth (Hrsg.). Poesie und Therapie, 219-242.. Paderborn:

Hammer, Waltraud (1984). Rollenspiel als Motivationsträger im Sprachheilunterricht. In: Der Sprachheilpädagoge 1, 1-64

Holtz, Karl Ludwig (1990). Argumente für eine Entwicklungstherapie. Analyse psychotherapeutischer Konzepte bei pädagogisch relevanten Fragestellungen. Heidelberg:

Kegan, Robert (1986). Entwicklungsstufen des Selbst. München:

Lankton, S. R. und Lankton, C. H. (1986). Enchantment and Intervention in Family Therapy. Training in Ericksonian Approaches. New York: Brunner & Mazel

Motsch, H. J. (1986). Sprach- oder Kommunikationstherapie? Kommunikationstheoretische Grundlagen eines geänderten sprachtherapeutischen Selbstverständnisses. In: M. Grohnfeldt (Hrsg.). Grundlagen der Sprachtherapie. Handbuch der Sprachtherapie Band 1, 73-95. Berlin:

Muschg, A. (1981). Literatur als Therapie, Ein Exkurs über das Heilsame und das Unheilbare. Frankfurter Vorlesungen. Frankfurt a.M.:

Pasierbsky, F. und Singendonk, I. (1992). Heilende Sprache. Frankfurt a.M.:

Petzold, H. G. und Orth, Ilse (1985) (Hrsg.). Poesie und Therapie. Über die Heilkraft der Sprache.Poesietherapie, Bibliotherapie, Literarische Werkstätten. Paderborn:

Petzold, H. G. (1983). Bewegungstherapie. In: K. Daumenlang, K. Andre (Hrsg). Taschenbuch der Schul- und Erziehungsberatung, 46-48. Baltmannsweiler:

Petzold, H. G. (1983). Poesie- und Bibliotherapie. In: K. Daumenlang, K. Andre (Hrsg). Taschenbuch der Schul- und Erziehungsberatung, 211-213. Baltmannsweiler:

Thomä, Dieter (1998). Erzähle dich selbst. Lebensgeschichte als philosophisches Problem. München: C.H. Beck Verlag

Werder, L. (1995). von: Schreib- und Poesietherapie. Eine Einführung. Weinheim:

Lesen als Therapie

Bettelheim, B. (1993). Kinder brauchen Bücher. Lesenlernen durch Faszination. München:

Bingel, Irma (1988). Wie und warum Geschichten trösten und ermutigen. Lesen als Entwicklungshilfe bei Kindern und Jugendlichen. In:

P.Raab (Hrsg.). Heilkraft des Lesens, 92-108. Freiburg:

Böschemeyer, U. (1988). Sinn finden durch Lesen. In: P.Raab (Hrsg.). Heilkraft des Lesens, 51-58. Freiburg:

Braasch, F. (1982). Ängstigung und Entängstigung durch Lesen. In: Herder-Taschenbuch-Redaktion (Hrsg.). Heilkraft des Lesens, 22-25. Freiburg:

Deutscher Bibliotheksverband (Hrsg.) (1975). Bibliotherapie und Krankenhausbibliothek. 5 Referate der IFLA-Konferenz 1974 in Washington, D.C. Berlin:

Dietz, H. (1982). Erzähler vom Dienst. In: Herder-Taschenbuch-Redaktion (Hrsg.). Heilkraft des Lesens, 43-47. Freiburg:

Ehrenberger, H. und Sedlak F. (1987). Lesen hilft leben – fragen, lesen, antworten. Wien:

Engelhardt, D. von (1982). Grundzüge der Bibliotherapie. In: Kunst & Therapie. Zeitschrift zu Fragen der Ästhetischen Erziehung, 2, 88-98

Frankl, V. E. (1988). Das Buch als Therapeutikum. In: P.Raab (Hrsg.). Heilkraft des Lesens, 41-50. Freiburg:

Herder-Taschenbuch-Redaktion (Hrsg.) (1982). Heilkraft des Lesens. Beobachtungen und Erfahrungen. Freiburg:

Kittler, U. und Munzel, F. (1989). Lesen ist wie Wasser in der Wüste. Das Buch als Begleiter auf dem Lebensweg. Freiburg/Basel/Wien:

Kittler, U. und Munzel, F. (1984). Was lese ich, wenn ich traurig bin. Lebenskrisen meistern mit Büchern. Angewandte Bibliotherapie. Freiburg/Basel/Wien:

Kittler, U. (1988). Für Peter – oder: Was ist Bibliotherapie? In: P.Raab (Hrsg.). Heilkraft des Lesens. Erfahrungen mit der Bibliotherapie, 10-27. Freiburg:

Lukas, Elisabeth (1988). Bücher – Freunde in der Not? In: P.Raab (Hrsg.). Heilkraft des Lesens. Erfahrungen mit der Bibliotherapie, 59-76. Freiburg:

Lukas, Elisabeth (1985). Psychologische Seelsorge. Logotherapie – die Wende zu einer rnenschenwürdigen Psychologie. Freiburg:

Muth, L. (1988). Und dennoch Ja zum Lesen. In: P.Raab (Hrsg.). Heilkraft des Lesens. Erfahrungen mit der Bibliotherapie, 28-40. Freiburg:

Muth, L. (1986). Lesen, damit das Leben gelingt. Heidelberg:

Raab, P. (Hrsg.) (1988). Heilkraft des Lesens. Erfahrungen mit der Bibliotherapie. Freiburg/Basel/Wien:

Raab, P. (1977). Der Buchhändler als Therapeut?. In: Herder-Taschenbuch-Redaktion (Hrsg.). Lesen in der Lebenskrise. Freiburg:

Rosen, S. (Hrsg.) (1990). Die Lehrgeschichten des Milton H. Erickson (2). Hamburg:

Rubin, Rhea Joyce (1985). Bibliotherapie – Geschichte und Methoden. In:

H.G. Petzold, Ilse Orth (Hrsg.). Poesie und Therapie. Über die Heilkraft der Sprache. Poesietherapie, Bibliotherapie, Literarische Werkstätten, 103-134. Paderborn:

Thamm, Angela (1985). Poesie und Integrative Therapie. Linguistische Überlegungen zu einem besonderen Sprachspiel. In:

H.G. Petzold, Ilse Orth (Hrsg.). Poesie und Therapie, 135-158. Paderborn:

Lesen und Verhaltensänderung (pädagogische Aspekte)

Andresen, Ute (1993). Versteh mich nicht so schnell. Gedichte lesen mit Kindern (2.Aufl.). Weinheim: Beltz-Quadriga

Baumgärtner, A. C. (1969). Perspektiven der Jugendliteratur. Beiträge zur Leseerziehung, Weinheim/Basel/Berlin:

Baumgärtner, A. C. (Hrsg.) (1973). Lesen – Ein Handbuch. Lesestoff, Leser und Leseverhalten, Lesewirkungen, Leseerziehung, Lesekultur. Hamburg:

dtv-junior (Hrsg.) (1994). Lesen in der Schule mit dtv-junior. Unterrichtsvorschläge für die Primarstufe. Lehrertaschenbuch 3. München: dtv

dtv-junior (Hrsg.) (1994). Lesen in der Schule mit dtv-junior. Unterrichtsvorschläge für die Primarstufe. Lehrertaschenbuch 1. München: dtv

dtv-junior (Hrsg.) (1993). Lesen in der Schule mit dtv-junior. Unterrichtsvorschläge für die Primarstufe. Lehrertaschenbuch 5. München: dtv

Groeben, N. und Vorderer, P. (1988). Leserpsychologie: Lesemotivation – Lektürewirkung. Münster:

Haas, G. (1987). Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht in der Sekundarstufe 1. Hannover:

Haas, G. (1994). Vorwort. In: dtv-junior (Hrsg.): Lesen in der Schule mit dtv-junior. Unterrichtsvorschläge für die Primarstufe. Lehrertaschenbuch 1, 5-7. München: dtv

Haas, G., Menzel, W. und Spinner, K. H. (1994). Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht In: Praxis Deutsch , Heft 123, 17-25

Herder-Taschenbuch-Redaktion (Hrsg.) (1977). Lesen in der Lebenskrise. Erfahrungen mit der Bibliotherapie. Freiburg:

Hesse, H. (1977). Die Welt der Bücher. Betrachtungen und Aufsätze zur Literatur. Frankfurt a. M.:

Lindgren, Astrid (1977). Deshalb brauchen Kinder Bücher. In: Verlag Friedrich Oetinger (Hrsg.). Almanach. Gebt uns Bücher, gebt uns Flügel. Hamburg: Oetinger

Lindgren, Astrid (1977). Das entschwundene Land. Hamburg:

Mähler, Bettina und Kreibich, H. (1994). Bücherwürmer und Leseratten. Wie Kinder Spaß am Lesen finden. Hamburg:

Merkel, J. (1980). Den Kindern Geschichten mit Händen und Füßen erzählen. In: päd extra, 2, 22-26

Müller, Helga und Oberhuemer, Pamela (1979). Kind und Bilderbuch. Praktische Anregungen, Auswahl, Vermittlung, Bedeutung, Informationsquellen. Hannover:

Ortner, Gerlinde (1994). Märchen, die Kindern helfen. Geschichten gegen Angst und Aggression, und was man beim Vorlesen wissen sollte. München:

Österreichisches Bundesministerium für Unterricht und Kunst (Hrsg.) (1978). Buch – Partner des Kindes. Wissenswertes über Bücher für die ersten acht Lebensjahre. München:

Stöckle, F. (1985). Freizeitbezogenes Lesen. In: Lehrbriefe. Berlin: Schulbibliothek

Weber, E. (1972). Die Bedeutung des Lesens für die Freizeit junger Menschen.In: A.C. Baumgärtner, M.Dahrendorf. Wozu Literatur in der Schule? Beiträge zum literarischen Unterricht, 120-152. Braunschweig:

Geschichten

Bingel, Irma (1987). Brückengeschichten. Erzählungen, die Kindern helfen, sich und andere zu verstehen und erwachsen zu werden. Freiburg:

Ende, M. (1979). Die unendliche Geschichte. Stuttgart:

Ende, M. (1973). Momo oder Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte. Stuttgart:

Fährmann, W. (1994). Der weise Rabe. Das große Willi Fährmann-Erzählbuch. Würzburg:

Frisch, M. (1975). Stich-Worte, ausgesucht von Uwe Johnson. Frankfurt a.M.:

Gibran, K. (1995). Der Prophet, Solothum. Düsseldorf :

Hesse, H. (1971). Lektüre für Minuten. Herausgegeben von Volker Michels. Frankfurt a.M.:

Hesse, H. (1976). Lektüre für Minuten. Neue Folge. Herausgegeben von Volker Michels. Frankfurt a.M.:

McDonald, Betty (1985). Mrs.Piggle-Wiggle. 4 Bände. New York: Harper & Row

Mello, A. de (1988). Warum der Schäfer jedes Wetter liebt. Weisheitsgeschichten. Freiburg:

Peseschkian, N. (1985). Der Kaufmann und der Papagei. Orientalische Geschichten als Medien in der Psychotherapie. Mit Fallbeispielen zur Erziehung und Selbsthilfe. Frankfurt a.M.:

Preußler, 0. (1993). Herr Klingsor konnte ein bißchen zaubern. München:

Recheis, Käthe (1994). Kleiner Bruder Watomi. München:

Sartory, Gertrude und T. (Hrsg.) (1980). Lebenshilfe aus der Wüste. Die alten Mönchsväter als Therapeuten. Freiburg:

Vahle, F. (1993). Liederbuch. Lieder und Texte, die Kindern Spaß machen. Mit Praxisanleitungen. Weinheim / Basel:

Pädagogisch-therapeutische Analysen von Geschichten

Kittler, U. (1982). Unterrichtsplanung „Bibliotherapie“ am Beispiel ‚des® kleine(n) Prinz(en), Sekundarstufe II. In: Religion heute, 6, 246-251

Munzel, F. (1982). Frieden braucht Zeit. Der Märchen-Roman ‚Momo‘ zum Thema, Primarstufe, In: Religion heute, 5, 195-197

Munzel, F. (1987). Die Reise gegen die Angst. Astrid Lindgrens „Mio, mein Mio“. Ein bibliotherapeutisches Abenteuer. In: Religion heute, 3, 185-191

Märchen

Bettelheim, B. (1994, 17. Aufl.). Kinder brauchen Märchen. München:

Drewermann, Eugen (1992). Rapunzel, Rapunzel, laß dein Haar herunter; Grimms Märchen tiefenpsychologisch gedeutet. München:

Ellwanger, Wolfram und Grönnffinger, Arnold (1977). Märchen Erziehungshilfe oder Gefahr? Freiburg:

Franzke, Erich (1985). Märchen und Märchenspiel in der Psychotherapie; Der kreative Umgang mit alten und neuen Geschichten. Stuttgart:

Franz, Kurt und Kahn, Walter (Hrsg.) (2000) Märchen – Kinder- Medien. Beiträge zur medialen Adaption von Märchen und zum didaktischen Umgang. Schriftenreihe der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Volkach Bd.25.Schneider-Verlag Hohengehren ISBN 3 896 763 490

Geldern-Egmond, Irene (2000) Märchen und Behinderung. Ein Beitrag zur Resilienzforschung bei Schülerinnen und Schülern mit Lernbehinderungen. Veröffentlichungen der Märchen-Stiftung Walter Kahn. Schneider-verlag Hohengehren ISBN 3 896 763 539

Fromm, Erich ( ). Märchen, Mythen, Träume.

Hetmann, Frederik (1982). Traumgesicht und Zauberspur. Märchenforschung, Märchenkunde, Märchendiskussion. Frankfurt a.M.:

Kast, Verena (1989). Märchen als Therapie. Freiburg: Olten

Kast, Verena (1984). Familienkonflikte im Märchen. Freiburg: Olten

Kast, Verena (1992). Liebe im Märchen. Freiburg: Olten

Kast, Verena (1982). Wege aus Angst und Symbiose. Freiburg: Olten

Krenzer, R. ( ). Die goldenen Lilien. Spieltherapeutisches Märchenbuch.

Lüthi, Max (1985). Das europäische Volksmärchen. Tübingen:

Miiller, Else (1992). Auf der Silberlichtstraße des Mondes. Autogenes Training mit Märchen zum Entspannen und Träumen. Frankfurt a.M.:

Ortner, Gerlinde (1992). Märchen, die den Kindern helfen. Wien:

Metaphern

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Hammond, D. C. (1990). Handbook of Hypnotic Suggestions and Metaphors. New York: Norton & Company.

Lankton, C. H. und Lankton, S. R. (1991). Geschichten mit Zauberkraft. Die Arbeit mit Metaphern in der Psychotherapie. München: Pfeiffer

Rituale, Magie

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Holtz, K. L. und Trenkle, B. Die Pupille des Bettnässers. Heidelberg: Auer.

van der Hart, O. (1983). Rituals in Psychotherapy. New York: Irvington.

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Symptombereiche

Angst, Selbstvertrauen

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Traumatische Ereignisse, Kindesmissbrauch

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van der Hart, O. (1983). Rituals in Psychotherapy. New York: Irvington.

Wendt, W. R. (1994). Ritual und rechtes Leben. Stuttgart: Enke Verlag.

Bücher für Kinder und Jugendliche

Ablösung

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Imber-Black, Evan, Roberts, J. und Whiting, R. A. (1992, 2.Aufl.). Rituale. Rituale in Familien und Familientherapie. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme

Peter, B. und Kraiker, C. (1995) (Hrsg.). Therapeutische Rituale. Hypnose und Kognition. Zeitschrift für die Grundlagen und klinische Anwendung von Hypnose und kognitiver Psychologie, Bd. 12, Heft 1

Resch, F. (1994). Magisches Denken und Selbstentwicklung. Praxis Kinderpsychol. Kinderpsychiat., 43, 152-156

Signer-Fischer, S. (1987). Nicht nur zur Weihnachtszeit. In: 22 Jahre Kantonale Erziehungsberatung Burgdorf

Signer-Fischer, S. (1993a). Symbolhandlungen: Ritus oder Zwang? Hypnotische Techniken zur Behandlung von Kindern mit einschränkenden, zwangsartigen Handlungen und Gedanken. In: S. Mrochen,

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van der Hart, O. (1983). Rituals in Psychotherapy. New York: Irvington.

Wendt, W. R. (1994). Ritual und rechtes Leben. Stuttgart: Enke Verlag.

Aggression, Gewalt

Boesch, E. E. (1991). Symbolic Action Theory and Cultural Psychology. Heidelberg: Springer

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Imber-Black, Evan, Roberts, J. und Whiting, R. A. (1992, 2.Aufl.). Rituale. Rituale in Familien und Familientherapie. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme

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Angst, Selbstvertrauen

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Literatur zur praktischen Angstbewältigung für Lehrerlnnen und Eltern

Müller, Else (1985). Auf der Silberlichtstaße des Mondes. : Fischer Phantasieanregende Märchen und Geschichten, in welche die therapeutischen Ziele des Autogenen Trainings eingebunden sind.

Ortner, Gerlinde (1996). Neue Märchen, die Kinder helfen. :dtv Märchen und Geschichten, die Eltern und Kindern helfen auch in familiären und sozialen Konfliktsituationen liebevoll miteinander umzugehen.

Vopel, Klaus ( ). Kinder ohne Streß (Band 1 und 2) Interaktionsspiele für Kinder (Band 1 – 4). : Iskopress Spiele zur Entspannung, zur Steigerung des Selbstwertgefühls. zur Wahrnehmung, Kontaktaufnahme, Identität, Gefühle, Kommunikation. Körper, Vertrauen, Feedback. Schule, Einfluß und Kooperation.

Walker, Jamie (1995). Gewaltfreier Umgang mit Konflikten in der Grundschule. :Cornelsen Scriptor Spiele und Übungen zur Konfliktlösung in der Klasse, Kennenlernen und Auflockerung, Förderung des Selbstwertgefühls. Kommunikation. Kooperation. Mädchen und Jungen: gleichberechtigte Interaktion.

Entwicklung

Boie, K.J., Knorr, P. (1994). Mutter, Vater, Kind. Hamburg: Oetinger
Stichworte: Rollenverständnis spielerisch entwickeln Thema: Rollendefinitionen ins Kindergartenalter zunächst als Spiegel der traditionellen Rollenverteilung der Eltern.

Die Kindergartenkinder Danici und Linie reden miteinander über ihre ungewöhnlichen Wünsche und Anliegen, verhandeln über Rollenverteilungen und entwerfen gemeinsam eine unkonventionelle Wirklichkeit.

Carle, Eric (1969). Die Raupe Nimmersatt. Stalling Verlag, ISBN 3-7979-218 1-0
Stichworte: Bilderbuch- Veränderung- Wachstum- Entwicklung

Dieses Bilderbuch mit sehr einfach gezeichneten großen Bildern und kurzem Text erzählt sehr anschaulich von Wachstum und Veränderung eines Lebewesens, hier vom Ei bis zu einem Schmetterling. Besonders interessant und spannend für Kinder sind die in das Papier eingestanzten Löcher (der Weg der Raupe durch das Buch). Eigentlich wird in diesem Bilderbuch die Entwicklung der Raupe erzählt, wie sie mit Hilfe der Sonne aus ihrem Ei schlüpft, sich durch vielerlei, auch ungesunde Sachen frisst, wächst und sich ein Kokon bildet, aus dem zum Schluß ein farbenprächtiger Schmetterling schlüpft. Dahinter steht die Geschichte jedes Lebewesens, auch die eines Kindes, und dessen Entwicklung. Auf sehr einfache Weise wird hier von den Energien erzählt, die man benötigt, um aus dem Ei zu schlüpfen – die Sonne, also Wärme und Liebe, – und den Anstrengungen Futter zu suchen. Auch die positiven und negativen Erfahrungen, in diesem Fall gesundes und schädliches Essen und die Vielfalt der Eindrücke werden wiedergegeben. Zum Schluß wird das Richtige gegessen, ein grünes Blatt, und die Raupe hat nun genügend Kraft und Energie sich in einen Kokon einzuspinnen, der sie schützt. Dann wird es zu eng (Ablösungsprozeß), sie zwängt sich nach draußen und wird ein farbenprächtiger, wunderschöner Schmetterling.

Janosch (1978). Oh, wie schön ist Panama. Beltz Verlag, ISBN 3-407-80533-0
Stichwort: Bilderbuch- Ablösung- Angst und Neugier- Darstellung eines Therapieverlaufs

Diese liebenswert gezeichnete Geschichte mit viel Text, aber einfachen, verständlichen Sätzen, erzählt einerseits von der Neugier und dem Entdeckungsdrang zweier Freunde, andererseits von ihren Ängsten und deren Bewältigungsstrategien. Durch gemeinsame Stärken helfen sie sich gegenseitig, erfahren viel Neues, gewinnen neue Freunde und gelangen schließlich in das Land ihrer Träume, das sie jedoch nicht als ihre bereits gewohnte Umgebung erkennen. Dieses Buch ist sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene geeignet und kann auch als Therapieverlauf interpretiert werden. Es bedarf vieler Anstrengungen, Anregungen von außen und die gemeinsame Stärke der Freunde, bzw. der Familie, um am Ende in das Land der Träume (grüner Kreis) zu gelangen. Auch in der Therapie wird der grüne Kreis oft nicht als Altbekanntes erkannt, obwohl sich doch gar nicht so viel verändert hat. Der Tiger und der Bär, die zusammen in einem gemütlichen Haus am Fluß leben halten zusammen und jeder hilft dem anderen mit seinen Stärken. Da schwimmt eines Tages auf dem Fluß (Fluß des Lebens) eine Bananenkiste aus Panama vorbei und beide sehnen sich nach Panama, dem Land ihrer Träume und wollen Neues entdecken. Die Angst, die sie haben wird von beiden immer wieder angesprochen und überwunden, indem sie sich gegenseitig helfen. Aus ihrer Umgebung erhalten sie wenig Hilfe, jeder ist mit sich selber beschäftigt. Nur der Hase und der Igel sind neugierig und laden sie zu sich nach Hause ein. Auf ihrem weiteren Weg ins Traumland klettern sie nun auf einen hohen Baum und erblicken, wie sie meinen, Panama. Was sie nicht wissen ist, daß dies ihr kleines Haus am Fluß ist, an dem sie schon immer gelebt haben. Sie erkennen das Alte, Vertraute, das sich im Laufe der Zeit nur etwas verändert hat nicht und leben glücklich in Panama, ihrer alten, neuen Heimat.

Johanson, H. und Bhend,K. (1989). Die Geschichte von der kleinen Gans, die nicht schnell genug war. Zürich Frauenfeld: Nagel & Kimche
Stichwort: Nesthäkchen- Sonderrolle in der Familie Das jüngste Kind in einer Familie zu sein…

Die kleine Gans ist immer die letzte, immer zu spät, sie kann sich gar nicht in Ruhe entwickeln. Aber diese Stellung hat auch ihre Vorteile, die kleine Gans muss immer sehr aufpassen, dass sie mitkommt … und so rettet sie die ganze Familie.

Lionni, I. (1992). Das kleine Blau und das kleine Gelb. Hamburg: Oetinger.
Stichworte: Selbstfindung- Abgrenzung-Problem von Nähe und Distanz

Nähe und Distanz. Das Selbst bewahren,mit anderen eins werden, zu etwas neuem zu verschmelzen und dabei für altbekannte vertraute Personen erkennbar zu bleiben,- ein Balanceakt. Das kleine Blau, eine abstrakte Rundform kann einfach nicht allein bleiben. Verzweifelt sucht es seinen besten Freund: Das kleine Gelb. Bei der innigen Umarmung der Wiedersehensfreude, fließen sie zu einer einzigen, grünen Rundform zusammen. Sie verschmelzen zu einer einzigen Farbe,- ihre Andersartigkeit geht verloren. Von ihren Familien werden sie so nicht mehr erkannt. Der Verlust der eigenen Farbe führt zu Tränen der Verzweiflung. Diese blauen und gelben Tränen lassen sie zu ihrer ursprünglichen Farbe zurückkehren. Die Trauer über den Selbstverlust leitet den Wandel ein: beide erleben Nähe  so entsteht ein kleiner grüner Fleck  und bewahren ihre eigene Farbe.

Maly, Beate und Morisse, Sonja (1999). Der aller-allerschlimmste Tag oder Timo will auswandern. Erlangen : Egmont Pestalozzi
Stichworte: Kinderbuch- Zusammenleben in der Familie- Alltagsszenen werden zur Katastrophe- Streit zwischen Eltern und Kindern

Timo ist ein Junge im Kindergartenalter, der weiß was er will, der sagt was er denkt, und der trotzig darauf besteht , dass das von den Erwachsenen auch bitte schön beachtet wird. Da kann Mama schon mal böse werden. Wir erleben mit Timo einen Tag, an dem sich eine Alltagskatastrophe an die andere reiht. In seinem Kummer sieht er den einzigen Ausweg darin auszuwandern. Verwendung für die Schule: Geeignet für Kinder ab 7 Jahre. Eine heitere und spannende Geschichte mit einem ernsten Unterton, die zu gegenseitigem Verständnis führt. Die Illustratorin untermalt die von Timo als dramatisch erlebten Alltagsszenen in farbenfrohen, witzigen Aquarellen und entschärft sie zugleich dadurch, dass Kinder sich wieder erkennen und darüber lachen können.

Pascal, Francine Rubin ( ) Ein verrückter Sonntag. Jugendbuch- Pubertät- Erwachsen- Werden- Mutter-Tochter-Konflikt

Victoria ist 13 Jahre alt, eigentlich schon fast 14. Leider behandeln sie trotzdem alle wie ein Baby. Vor allem ihre Mutter will einfach nicht sehen, dass sie eigentlich schon erwachsen ist und es auch verdient, so behandelt zu werden. Die versteht sie überhaupt nicht, redet immer nur von irgendwelchen Regeln. Der Vater ist viel netter und verständnisvoller hat aber leider nur sehr wenig Zeit. Er geht nur ganz selten mal mit ihr irgendwohin und ist auch nicht oft zu Hause. Aber wenn er mal Zeit hat macht das viel mehr Spaß und er behandelt sie wie einen erwachsenen Menschen.
In der Schule hat Victoria eine Menge Schwierigkeiten. Sie ist mehrfach verwarnt worden und nun droht ihr sogar der Schulausschluß. Klar daß die Mutter sauer war. Aber auch nach den ausführlichen Erklärungen von Victoria, daß sie nämlich gar nicht wirklich oder zumindest nicht alleine schuld ist und außerdem noch eine Menge Pech hatte, versteht die Mutter sie nicht und redet vielmehr davon, sie würde sich wie ein kleines Kind aufführen.
Im zweiten und längeren Teil der Geschichte fährt Victoria mit dem Zug von einem Wochenendbesuch bei ihrer Kusine wieder nach Hause. Bei ihrer Kusine ist sie wieder unangenehm aufgefallen. Aber Keiner scheint zu bemerken, dass sie zwar die Einzige ist, die erwischt worden ist, aber eigentlich doch sehr viel Größe zeigt, dadurch, dass sie die anderen Beteiligten nicht verpetzt. Nicht einmal die, von ihr Verschonten wollen das anerkennen.
Bei der Fahrt ist sie also voller Sorge darüber, wie ihre Strafe ausfallen wird, und ob sie tatsächlich von der Schule fliegen wird. Als der Zug sehr plötzlich bremsen muß wird Victoria in der Zeit um viele Jahre zurückversetzt. Natürlich fällt ihr das zunächst gar nicht auf. Es gibt nur einige komische Vorkommnisse (die ältere Dame, die ihr gegenüber saß ist gegangen, ohne dass sie das bemerkt hätte und statt dessen sitzt da auf einmal eine junge Frau, die die gleiche Vorliebe für rote Schuhe hat).
Als sie dann am Bahnhof darauf wartet, von ihrer Mutter abgeholt zu werden lernt sie ein Mädchen kennen, das in ihrem Alter ist und mit dein sie sich auf Anhieb gut versteht. Sie haben die gleichen Probleme mit der Mutter, der Schule und den Freunden. Und sie stellen fest, daß sie auch sonst sehr viel gemeinsam haben. Nach und nach wird Victoria klar, dass sie sich in der Vergangenheit befindet. Und schließlich, nachdem sie die Mutter ihrer neuen Freundin kennengelernt hat wird ihr klar, dass dieses nette, freche Mädchen, das noch mehr Blödsinn im Kopf hat als sie selber, ihre eigene Mutter ist. Die Großmutter, von der sie sich so oft gewünscht hat, sie sei ihre Mutter ist auf einmal genauso streng und kommandiert ebensoviel wie ihre Mutter später einmal. Das aller erstaunlichste aber ist, dass die Mutter in der Vergangenheit ebenso wie Victoria selbst den festen Vorsatz hat, einmal eine bessere, verständnisvollere Mutter zu werden.
Dann steckt auf einmal Victorias Mutter in der Vergangenheit in einer ganz ähnlichen Situation, wie Victoria in der Gegenwart, ist auch vom Schulausschluß bedroht. Sie merkt, dass sie einen Fehler nur dann wieder ausbügeln kann, wenn sie zu ihm steht. Victoria bewundert ihren Mut und zweifelt nun zum ersten Mal an ihrem eigenen Verhalten in der Schule.
Durch einen erneuten kleinen Unfall wird sie nun wieder in die Zukunft, oder besser gesagt: die Gegenwart versetzt und kann dort ihre Mutter mit ganz anderen Augen sehen und steht mit Mut und Entschlossenheit zu ihren Fehlern (so gut es geht jedenfalls). Nun fallen ihr an der Mutter Seiten auf, die sie zuvor nicht gesehen hat. Sie bemerkt, daß sie mit ihrer Mutter auch unheimlich viel Spaß haben kann, und daß sie von ihr durchaus wie eine Erwachsene behandelt wird, wenn sie ein Stück weit die Erwartungen erfüllt.
Dieses Buch beschäftigt sich sehr eingehend mit den Problemen und Streitereien von Mädchen in der Pubertät, die von der Hauptperson in jugendlicher, impulsiver Sprache erzählt und beschrieben werden. Durch die Reise in die Vergangenheit wird auf eindrucksvolle und spannende Weise ein Vergleich zwischen zwei Generationen aufgestellt. Dabei wird gezeigt, dass die Unterschiede oft gar nicht so groß sind wie befürchtet. Die Darstellung ist auch nicht zu einseitig, es werden also durchaus noch Dinge gefunden und dargestellt, die sich nicht vereinbaren lassen zwischen den Generationen. So streitet Victoria auch nach ihrer fantastischen Reise noch mit der Mutter und der kleinen Schwester und kann sich auch den Lehrern gegenüber nicht jeden Kommentar verkneifen.

Gefühle, Liebe, Tod

Aliki (1987). Gefühle sind wie Farben. Weinheim/Basel : Beltz

„Gefühle sind wie Farben! Wie ist es, wenn du dich freust und lachst oder so eine richtige Wut hast? Wie ist es, wenn einer neidisch ist oder ganz einsam und wenn er furchtbar traurig ist? Und wenn man schüchtern in eine neue Klasse kommt? Gefühle, die man hat und die andere haben, werden hier farbig geschildert. Auch das allerschönste Gefühl gehört natürlich dazu – die Liebe. Alikis Spielszenen aus dem Alltag vermitteln Verständnis für eigene und fremde Gefühle. Ein Bilderbuch zum Mitfühlen und Mitfreuen, schon für Kinder ab sieben Jahre.“

Drvenker, Zoran ( ) touch the flame. carlsen

Die erste Liebe- unbekanntes Chaos der Gefühle. Das ganze Leben gerät durcheinander. Manchmal von einem Augenblick zum anderen. Nach sieben Jahren trifft der 15jährige Lukas seinen Vater wieder, einen komischen Typ mit Cowboygehabe, der ihm sagt, dass er an Krebs erkrankt ist. Und dann ist da auch noch Ines, seine 30jährige Kusine, in die er sich heftigst verliebt. Das Gefühlsleben von Lukas wird zum Videoclip: schnell, sprunghaft und voller Überraschungen werden seine Gefühle knapp und schmerzhaft scharf beschrieben.

Cullberg, A.K. und Dranger, J.R. (1993). Traurig.

Eine ganz gewöhnliche Geschichte. Kevelaer …das wird denen noch leid tun, dass sie so gemein sind. Und sie bekommen bestimmt einen FURCHTBAREN Schreck, wenn sie mich nicht finden und denken, dass ich TOT bin. Sie werden traurig sein, und sie werden weinen. Das geschieht ihnen recht. Jawohl.‘

de Haan, Linda, Nijland Stern ( ) König & König. Gerstenberg

Ein junger König auf Brautschau, entdeckt dass er nicht die schöne Liebegund, sondern ihren Bruder liebt. Eine schwule Königsgeschichte, in einem turbulenten Bilderbuch, die zeigt, dass die Welt nicht so konventionell ist wie sonst im Märchen.

Enders, U. und Wolters, D. (1994). Li*Lo*Le Eigensinn.

Ein Bilderbuch über die eigenen Sinne und Gefühle. Kevelaer/Weinheim : anrich (Inhaltlich unveränderter Nachdruck des Kölner Volksblatt Verlages Köln 1992.)  Eigen sinn ist für jeden etwas anderes. Lina, Lotte und Leo wollen wirklich eigensinnig sein. Ihre eigenen Sinne und Gefühle helfen ihnen dabei, genau zu sprüren, was sie mögen und was nicht. Gemeinsam mit ihren Freunden gründen sie die Bande“ Li-Lo-Le Eigensinn und ihre Freunde“.

Enders, U. und Wolters, D. (1991). Schön blöd.

Ein Bilderbuch über schöne und blöde Gefühle. Köln: Volksblatt „Schöne Gefühle machen gute Laune. Blöde Gefühle machen schlechte Laune. Jan, Katharina, Till und ihre Freundinnen und Freunde haben lieber schöne als blöde Gefühle. Wenn ihnen jemand blöde Gefühle macht, dann sagen sie NEIN! Oft ist es schwer, sich allein zu wehren. Dann helfen sie sich gegenseitig.“

Geisler,D. und Frey, J. (1996). Streiten gehört dazu, auch wenn man sich liebhat.: Ravensburger

„Tom ist ein Streit zwischen seinen Eltern viel zu laut, und es macht ihm angst. Aber sein Vater erklärt ihm, wie der Streit entstand und dass Mama und Papa sich trotzdem gern mögen. Für Kinder kann Streit zwischen ihren Eltern eine bedrohliche Sache sein. Sie entwickeln Verlustängste und beziehen den Streit auf sich und ihr Verhalten. Diese einfühlsame Geschichte hilft zu verstehen, dass Streit befreien kann und nicht zwangsläufig zur Trennung führt, denn Streiten gehört zum Alltag dazu, auch wenn man sich liebhat.“

Joosse, B.M. und Lavallee, B. (1995). Mama hast du mich lieb? München : Ars

„Mama, hast du mich lieb?‘ Ja, mein Schatz, ich hab dich lieb.‘ ‚Und wie sehr hast du mich lieb?‘ – So beginnt diese zärtliche Geschichte eines Kindes, das erfahren will, ob die Liebe seiner Mutter Grenzen hat oder ob sie bedingungslos und ewig ist.“

Kindl, Patrice (1998). Anna in der Wand. Wien: Gabriel Verlag

Anna kann sich nahezu unsichtbar machen. Scheu und schüchtern, klein und dünn, mit einem „Gesicht wie ein Glas Wasser“ fällt es zwischen der älteren schwester Andrea und der jüngeren Kristy nicht auf (Ein Sandwich-Kind?). Annas natürliche Tarnung reicht nur solange bis sie in die Schule soll. Um der gefährlichen Begegnung mit der lauten, wuseligen Welt zu entgehen, nistet sie sich leibhaftig in den Wänden des riesigen alten Elternhauses ein, baut sich eine eigene Welt neben der echten und wird zum körperlosen Geist, „der behauptet: Ich könnte das Haus unmöglich verlassen, das wäre ja, als würde man von mir verlangen, meine eigene Haut abzustreifen“. Erst durch die Briefe eines gewissen F., die zufällig unter einem Bibliotheksregal durchrutschen, wird der Weg ins wirkliche Leben frei. Eine gereifte Anna sagt nun von sich: „dann bin ich eben selber mein Zuhause, werde ein Haus, wo mein verängstigtes Kind-Ich Schutz finden kann. Ist das schließlich nicht eins von den Dingen, die Frauen machen?“

Krauß, Irma ( ). Meerhexe. Beltz & Gelberg

Äußerlich mehr Kind als junge Frau, verliebt in den Musiklehrer Uli… oder in Ken, den Kollegen ihrer Mutter… oder doch in den schüchternen Torsten? Die 13jährige Madeleine ist auf dem schwierigen Weg sich selbst zu finden. Erzählt wird diese Geschichte locker, mit lakonischem Witz ohne jemals dabei oberflächlich zu sein. Ulis Verlobung lässt für Madeleine zu viele Mädchenherzen brechen. Sie will nicht eine von vielen sein. Die Selbstzweifel werden weniger, sie weiß jetzt, dass sie Sängerin werden will. Jetzt ist sie auf dem Weg…

Kreul, H. ( ). Ich und meine Gefühle.: Loewe

„Kinder wissen oft nicht, wie sie mit ihren Gefühlen umgehen sollen. dassGefühle von außen schnell bewertet werden, erfahren Kinder, dass es sehr problematisch und unangenehm sein kann, wenn man seine Gefühle zeigt. Die eigenen Gefühle wahrzunehmen und verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen, ist ein Lernprozeß und wichtig für das Zusammenleben. Dieses Buch lädt mit seinem einfachen Text und den ausdrucksstarken Bildern zum Gespräch über die eigenen Gefühle ein.“

Martinez, M.& Capdevila, R. (1989). Rot wie eine Tomate. Reden wir darüber. Aus dem Spanischen v. Löcker, D. und Potyka, A., Wien: Picus

„Was geht in einem Kind vor, dessen leiseste Gefühlsregung sich unweigerlich auf seinem Gesicht widerspiegelt. Dem jede Aufregung die Sprache verschlägt? Welchen Anteil an den Ängsten und der Schüchternheit dieses Kindes haben seine Familie, seine Freunde? Katrin ist ein schüchternes kleines Mädchen. Sie errötet bei jeder Gelegenheit, und wenn sie sich aufregt, verstummt sie sofort. Und deshalb schämt sie sich ganz fürchterlich. Ihr Bruder Georg ist sogar der Meinung, dass Katrin ein bißchen dumm ist…“ in der gleichen Reihe: REDEN WIR NOCH DARÜBER bereits erschienen: „Ein Baby kommt“ „Die Nacht“ “ Im Krankenhaus“

Nahrgang, F. (1995). Katja und die Buchstaben. Weinheim/Basel: Beltz

Katja kann sehr gut malen, doch mit dem Lesen und Schreiben hapert es. Das lernt sie einfach nicht. Wenn sie in der Schule aus ihrer Fibel vorlesen soll, tanzen die Buchstaben durcheinander. Zu Hause ist das anders. dassfügen sie sich zu phantastischen Geschichten zusammen. Die Mutter hört zu und ist auch ein bißchen stolz auf ihre Tochter. dass Katja gar nicht wirklich vorliest, merkt sie nicht; denn sie selber kann weder lesen noch schreiben. Aber das weiß niemand außer Katja. Es ist ein Geheimnis zwischen den beiden, und sie hüten es sorgsam…

Ohnemus, Güntern ( ). Der Tiger auf deiner Schulter. Fischer

Die sonst so liberalen und großzügigen Eltern stellen sich mit aller Macht gegen die Liebe ihres Sohnes Vincent, genannt Gogo, zu seiner Mitschülerin Karen. Warum nur? Als Gogo den wahren Grund erfährt, ist auch für ihn ein Stück unbeschwerter Jugend verloren. Eine einfache, schöne und poetische Liebesgeschichte ohne unnötige Sentimentalitäten.

Nöstlinger, C. (1990). Anna und die Wut. Wien: Jugend & Volk

Es war einmal eine kleine Anna, die hatte ein großes Problem. Sie wurde unheimlich schnell und schrecklich oft wütend. Viel schneller und viel öfter als alle anderen Kinder. Und immer war ihre Wut gleich riesengroß! Doch was dagegen tun? Die Wut herunterschlucken? Ihr aus dem Weg gehen? Annas Großvater fand schließlich einen Ausweg…“

Portmann ( ) (Hrsg). Mut tut gut. Geschichten, Lieder und Gedichte vom Muthaben und Mutmachen.

Wie oft kommen Kinder in Situationen, in denen sie ihre Angst überwinden und ihren ganzen Mut zusammennehmen müssen. Mut tut gut – denn nur wer Mut hat, kann sich für das Leben und für eine bessere Zukunft engagieren. Die Geschichten, Lieder und Gedichte vom Muthaben, die in diesem Buch zusammengestellt sind, wollen Ängste bei Kindern (und Erwachsenen) abbauen und dazu anregen, Mut zu fassen und etwas zu wagen. Die Beiträge stammen von so bekannten Autorlnnen wie Hans Baumann, Michael Ende, Erich Fried, Ursula Fuchs, Franz Fühmann, Klaus W. Hoffmann, KNISTER, Günter Kunert, Manfred Mai, Gudrun Pausewang, Jutta Richter, Frederik Vahle, Ursula Wölfel u.v.a. Daneben findet sich eine Reihe von Mut-Mach-Texten, die von Kindern verfaßt wurden. Ein abwechslungsreiches Mut-Mach-Buch mit vielen farbigen Illustrationen von Dagmar Geisler. Mut tut gut ist das Begleitbuch zur bundesweiten Mut-Mach-Aktion der Kinderzeitschrift Mücke.

Pressler, M. (1995). Schlaf gut, Nora. Mit Bildern von Baier, U. Ravensburg (Ravonsburger). ???: Arena

Nora ist schon groß. Wenn Mama und Papa weg sind, kann sie allein auf ihre kleine Schwester aufpassen. Sogar nachts. Ganz bestimmt. Oder doch nicht?“

Ure, Jean ( ) Sally Tomato und die Sache mit den Hormonen. Klopp

T wie Titte, Toast und Tee, das Erste ist scharf, der Rest ganz o.k. Für jeden Buchstaben des Alphabets ein Gedicht. Und bei Z, so sein eigener Schwur, muss Sally D´Amato ein Mädchen geküsst haben. Ziel der Begierde ist sein Schwarm Lucy. Aber da gibt es auch noch Harmony mit Körbchengröße gar nix, aber sie zu küssen ist ne Wucht. Ein Buch über leidgeprüfte Teenager, voller Galgenhumor, das seinem 11jährigen Protagonisten keine Peinlichkeit auf dem Weg durch die verwirrende Pubertät erspart und sich dabei aber immer viel Sympathie für die Schwierigkeiten von Teenagern bewahrt.

Steinwart, A. (1994). Lenas Bär. ???: Benziger

Lena und ihr Bär sind ein Herz und eine Seele. Aber als Natascha zu Besuch kommt, schämt sich Lena, dass sie noch mit Plüschtieren spielt. Alles, was Natascha macht, scheint viel interessanter. Am zweiten Tag gibt es jedoch Streit, und Natascha möchte nicht mehr mit Lena spielen. Was ist nur mit Natascha los? Da kann nur Lenas Bär helfen…“

Balscheit, M. (1995). Papa guck mal. Frankfurt a.M. : Alibaba
Stichworte: Workaholic- Vernachlässigung- Vater-Tochter-Beziehung

Der Vater denkt auch daheim immer nur an seinen Beruf. Keine Zeit für richtige Zuwendung und Liebe. Laura schreit laut, aber Papa hört nicht hin, hat keinen Blick für die grandiosen Sprünge, die seine Tochter vom Sofa aus startet. Und das ist schade, denn Laura gibt sich ja so Mühe, alle Vom Sofa-Springen  Rekorde zu brechen . Aus der ständigen Frustration der Nichtbeachtung entwickelt Laura kreative Leistungen Nach dem Bau eines ausgesprochen phantasievollen Luftfahrzeug  als Papa immer noch keine Zeit hat  eine Rakete voller Schubkraft“ macht sie sich auf ins weite All. Spät abends kommt der Vater nach Hause und findet Laura schlafend auf dem Sofa, neben sich die kleine, selbstgemachte Rakete und viele selbstgemalte Bilder von lachenden Außerirdischen, die sich Laura zuwenden und mit ihr spielen und lachen. Sie sind dem Vater auffällig ähnlich, nur sind sie rosarot und nicht in Grautönen gemalt. Papa schaut endlich hin. Am nächsten Morgen weckt Laura der Ruf‘: ..Laura. guck mal!  Gemeinsam springen Vater und Tochter dann Rekordsprünge vom Sofa. Laura hat sich behauptet und Papa entdeckt verloren geglaubte Seiten in sich.

Boie. K. und Brix-Henker, S. (1960). Alles total geheim. Hamburg: Oetinger
Stichwort: Arbeitslosigkeit des Vaters- Flucht in Phantasiewelt

Der Vater ein Geheimagent: eine phantastische Geschichte. Ist das der Grund warum er vormittags zu Hause bleibt und niemanden auf der Straße grüßt? Nein, vielmehr bewältigen Gernot und sein Freund Michi die Arbeitslosigkeit seines Vaters auf diesem Wege. Neben der Erfindung der Welt der Geheimagenten besteht immer auch die Realität, wie sie Michis Mutter in Kenntnis der Sachlage wiedergibt  ein spannungsvolles Nebeneinander.

Bole, K., Brix-Henker, S. (1994). Klar, dass Mama Anna lieber hat … Klar, dass Mama Ole lieber hat ..
Stichworte: Geschwisterkonflikt- Eifersucht und Rivalität um die Liebe der Mutter

ist eine geglückte formale Darstellung unterschiedlicher Wirklichkeitskonstrukte. Sie stellt die sich rivalisierenden Geschwister, ihre verschiedenen Erfahrungen und den alles bestimmenden Kampf um die Liebe ihrer Mutter dar. In der kritischen Situation, dass die Mutter die Geschwister eines Tages allein lassen muss, liegt die Herausforderung zum Wandel. Ein Miteinander zurechtkommen wird den beiden Geschwistern erstmals zugemutet. Anna wird so end­lich zur Spielgefährtin, Ole zum mutigen brauchbaren Bruder und Beschützer. Die Polarisierung ihrer Rolle in groß und klein wird von ihnen überwunden. So werden beide zu großen, tüchtigen Kindern.

Browne, A. (1990). Alles wird anders. Oldenburg: Lappan
Stichworte: Neugeborenes- Rivalität – Zuneigung der Eltern

Das kritische Ereignis der Geburt eines Geschwisters. Die Eltern haben so viel zu tun mit dem Neugeborenen, dass die älteren Geschwister zu kurz kommen. Aber dann begegnen die Eltern ihren Kindern mit Verständnis und räumen ihnen die Rechte der Größeren ein.

Cousins, L. (1995). Zazas kleiner Bruder. Aarau / Frankfurt a.M.:
Sauerländer Stichworte: Neugeborenes- Rivalität  Zuneigung der Eltern

Hier geht es um das kritische Ereignis der Geburt eines Geschwisters. Die Eltern haben so viel zu tun mit dem Neugeborenen, dass die älteren Geschwister zu kurz kommen. Aber dann begegnen die Eltern ihren Kindern mit Verständnis und räumen ihnen die Rechte der Größeren ein.

Härtling Peter (1979). Ben liebt Anna. Beltz Verlag ISBN 3047782764
Stichworte: Verliebtsein- Kränkung- Eifersucht- Aussiedler u. Arbeitslosigkeit- Abschied nehmen

Das Buch handelt von einer „Kinderliebe“. Ben ist ein fast 10jähriger Junge, der in einer“intakten“ Familie lebt. Die Eltern haben ein Haus mit Garten, ein Auto; beide Eltern arbeiten. Es handelt sich somit um eine gut bürgerliche Familie in Deutschland. Als Anna, ein polnisches Aussiedlermädchen neu in die Klasse kommt, findet auch Ben sie komisch. Das ändert sich jedoch schnell und Ben verliebt sich in Anna. Auch Anna mag Ben sehr. Das ist schön, aber auch schwer für die beiden. Da gibt es Aufregung und Gekränktsein, Eifersucht, Streit mit den Freunden und immer wieder die Angst ausgelacht zu werden. Anna sieht nämlich anders aus, als die Mädchen in ihrem Alter. Sie trägt keine Jeans, Anna hat meistens ein ganz altmodisches Kleid an und lange dunkle Haare, die zu einem dicken Zopf zusammen gebunden sind. Außerdem hat sie große dunkle Augen, die meist ganz traurig aussehen. Aber genau diese Augen mag Ben so sehr. In der Klasse wird Anna gemieden. In der Pause steht sie alleine auf dem Pausenhof. Keiner möchte etwas mit ihr zu tun haben, alle finden sie komisch. Von den Klassenkameraden wird sie sogar gehänselt. Es gibt einige Situationen, in denen Ben sie verteidigt und damit riskiert, seine Freunde zu verlieren. Eines Tages lädt Anna Ben zu sich nach Hause ein. Sie wohnt mit ihrer Familie in einer Aussiedlerbaracke. Sie habe n nur ein Zimmer, indem gekocht, gewohnt und geschlafen wird  Sie haben kein Auto, kein Geld, der Vater ist arbeitslos und findet auch keine Arbeit. Keiner möchte ihn einstellen, weil er aus Polen kommt. Ben ist geschockt von den Wohnverhältnissen und gleichzeitig begeistert von der Gastfreundlichkeit. Er verbringt den ganzen Nachmittag mit Anna und sie haben viel Spaß miteinander. Als Anna zu Ben nach Hause kommt ist sie ganz überwältigt von dem großen Haus, dem schönen Garten. Auch Bens Eltern sind sehr nett zu Anna und mögen sie sehr. Bens Vater verspricht sogar, sich mal nach einer Arbeit für Annas Vater zu erkundigen. In der Schule wird Ben von seinen Klassenkameraden gehänselt und gemieden. Als er eines Tages in die Klasse kommt steht“ Ben liebt Anna an der Tafel.“ Er weiß nicht recht, wie er damit umgehen soll. Einerseits stimmt es ja und er möchte auch ganz zu Anna stehen, auf der anderen Seite möchte er seine Freunde nicht verlieren. Er steht vor der Tafel und muß mit den Tränen kämpfen. Als sein Klassenlehrer Herr Seibmann die Klasse betritt reagiert dieser ganz toll. Er geht zur Tafel und schreibt einen zweiten Satz „Anna liebt Ben“ an. Außerdem meint er beim Schreiben, daß zur Liebe zwei gehören. Die Klasse ist daraufhin schnell ruhig. Kurz darauf eröffnet Anna Ben, daß sie und ihre Eltern fortziehen. Ihr Vater hat eine Arbeit in einer Kohlengrube im Ruhrgebiet bekommen und sogar auch schon eine Wohnung gefunden. Deshalb wird die Familie aus Bens Stadt fortziehen. Ben ist sehr traurig darüber und auch Anna findet es schade, daß sie sich dann nicht mehr sehen können. Sie nehmen Abschied voneinander mit dem Versprechen, sich gegenseitig Briefe zu schreiben. Als ich mein erstes Blockpraktikum an einer Sonderschule machte wurde im Deutschunterricht in der 5. Klasse dieses Buch gelesen. Die Kinder hatten großes Interesse an der Geschichte. Vielleicht lag dies daran, da Themen angesprochen werden, die sie auch betrafen oder beschäftigten. Ich hatte die Möglichkeit bei Elternbesuchen mitzugehen und hatte so einen Einblick in die Familien und Wohnverhältnisse der Kinder. 4 Vater von 9 waren arbeitslos. Meist kamen die Kinder aus einer sozial schwachen Schicht und wohnten deshalb in sehr kleinen Wohnungen. Nach dem Lesen entstanden meist lebhafte Diskussionen; wie es ist, verliebt zu sein schien wirklich alle zu interessieren. Ich fand es treffend das Buch in dieser Altersstufe zu lesen; so wurden doch Themen angesprochen, die die Kinder irgendwie betrafen oder berührten. Es ist eine wunderschöne, alltägliche, doch für Ben und Anna einmalige Liebesgeschichte. Aus Ben und Anna können auch Erwachsene wieder schlau werden. (Zitat des deutschen allgemeinen Sonntagblatts)

Hoban, R. und Williams G. (1990). Fränzi hat ein Schwesterchen. Aarau / Frankfurt a.M.: Sauerländer (Originalausgabe 1964)
Stichworte: Neugeborenes- Rivalität – Zuneigung der Eltern

Auch hier geht es um das kritische Ereignis der Geburt eines Geschwisters. Die Eltern haben in allen Geschichten so viel zu tun mit dem Neugeborenen, dass die älteren Geschwister zu kurz kommen. Fränzi meint: Hier klappt ja gar nichts mehr, ich muss da mal weglaufen. Sie verschwindet unter dem Esstisch. Das Gespräch der Eltern mithörend, erfährt sie, dass es ohne Fränzi so langweilig und leer ist, dass Säuglinge noch keine Familie ausmachen und dass Fränzi allen fehlt.

Schindler, Nina (1999). Und wo bleib ich? München: Bertelsmann Jugendbuchverlag Stichworte: Neuer Freund der Mutter- Eifersucht- Vernachlässigung- Fluchtgedanken

Früher war Mama immer da, wenn Paul sie brauchte. Aber jetzt ? Kein saugemütliches Muffelfrühstück mehr, keine faulen Fernsehabende. Seitdem Mamas neuer Freund aufgetaucht ist, hat sich für den neun jährigen Paul alles verändert. Mama hat kaum noch Zeit für ihn und hätte es gern, wenn ihr Sohn zu dem Froschmaul, wie Paul den Neuen böse in Gedanken nennt, freundlicher wäre. Nix da. Paul ist so oft wie möglich bei seiner neuen Freundin Riki, der es übrigens nicht viel besser geht, weil Babybruder Klaas ihre Eltern rund um die Uhr beschäftigt. Da bleibt nur eins . Auswanderung! Paul, der sympathische Ich Erzähler, den alle Leser sofort ins Herz schließen, muss mit seiner Eifersucht fertig werden, einem neuen und mächtigen Gefühl. Verwendung für die Schule: Geeignet für Kinder ab 10 Jahre. Das Buch eignet sich prima als Einstieg, um in der Klasse über so mächtige Gefühle wie Liebe und Eifersucht zu reden.

Solberger und A., Nüssli, R. (1994). Das Löwenmädchen und sein kranker Bruder. Stäfa: Rothenhäuser
Stichwort: Eifersucht- Geburt eines Geschwisters

Das Löwenmädchen, das aus Eifersucht buchstäblich krank wird, weil sich alle Liebe und Zuwendung auf den schwer kranken Bruder konzentriert. Es selbst soll immer vernünftig sein. Es wird deutlich, wie die Wirklichkeit des Mädchens aussieht: ihre Gefühle von Einsamkeit und vernachlässigt sein. Deshalb beneidet sie ihren kranken Bruder, der im Mittelpunkt steht. Ihre Mutter erkennt den Zusammenhang, handelt verständnisvoll, nimmt diese Symptome ernst und widmet sich ihr voller liebevoller Fürsorge.

Missbrauch

Gisela Braun und Dorothee Wolters (1991). Das große und das kleine NEIN. Verlag an der Ruhr, ISBN 3-927279-81-1
Stichwort: Gefühle u. Bedürfnisse selbstbewusst vertreten. Körperliche Selbstbestimmung Sexueller Missbrauch Ermutigung zum „Nein!“

In 16 Zeichnungen mit höchstens 3-zeiligen Unterschriften erzählt die Autorin eine Episode auf einer Parkbank. Ein zunächst leises und schüchternes Mädchen, das „kleine NEIN“, verlässt die Parkbank am Ende selbstbewusst als “ großes NEIN“, das deutlich und notfalls auch laut zu sagen weiß, was es will und was nicht. Die geschilderten Situationen dürften jedem Kind so oder so ähnlich schon widerfahren sein. Es geht darum, dass Erwachsene ihr kleines, aber ernstgemeintes „Nein“ ignorieren und die Grenzen der Kinder verletzen. Auch auf der körperlichen Ebene, etwa wenn die Kinder gestreichelt, geherzt und geküßt werden, ob sie es wollen oder nicht. Die kleine Geschichte ist freundlich frech, eher im Comic Stil gezeichnet. Die unterschiedlichen Körperhaltungen (z.B. schüchtern, selbstbewusst) sind sehr genau beobachtet und zu Papier gebracht. Das Büchlein dürfte vor allem Mädchen ‚und Jungen im Grundschulalter ansprechen. Es macht Spaß, die Geschichte in ein Rollenspiel umzusetzen. Das „kleine Nein“, ein Mädchen, sitzt auf einer Bank im Park und isst Schokolade. Da kommt eine große, dicke Frau und fragt: „Darf ich mich zu dir setzen ?“ Obwohl das kleine Nein leise flüstert: „Nein. Ich möchte lieber allein sein ! „, hört die Frau gar nicht hin und setzt sich auf die Bank. Ein Junge fragt: „Darf ich deine Schokolade haben?“. Er stört sich nicht an der leisen Erwiderung :“Nein, ich möchte sie gern selbst essen“, nimmt dem kleinen Nein die Schokolade weg und beginnt zu essen. Schließlich kommt ein Mann vorbei, den das kleine Nein schon oft im Park gesehen hat und sagt: „Hallo Kleine. Du siehst so nett aus, darf ich dir einen Kuss geben?“. Obwohl das Mädchen sagt, dass es keinen Kuss will, scheint der Mann nicht zu verstehen, geht auf das kleine NEIN zu und macht einen Kussmund. Nun verliert das kleine NEIN aber endgültig die Geduld. Es steht auf, reckt sich in die Höhe und schreit aus vollem Hals : „NEIN ! “ Und noch mal : „NEIN, NEIN, NEIN ! “ Durch selbstbewussten Körper  und Stimmeinsatz schlägt das Mädchen alle in die Flucht (und es gelingt ihm auch noch, ein Stück seiner Schokolade zu retten). Aber wer sitzt jetzt auf der Bank? Ein großes NEIN.

Gisela Braun und Dorothee Wolters (1994). Melanie und Tante Knuddel. Verlag an der Ruhr,
ISBN 3-86072-157-7
Stichworte: Ermutigung zum „Nein! “ Körperliche Selbstbestimmung Sexueller Missbrauch im Familienbereich

Das kleine Bilderbuch ist in Aufmachung, Umfang und Themenausrichtung dem bereits beschriebenen Buch „Das große und das kleine NEIN“ sehr ähnlich. Autorin, Illustratorin und Verlag sind identisch. Wieder geht es darum, Kinder zur Abwehr von Übergriffen zu ermutigen, indem sie ihre Gefühle und Bedürfnisse selbstbewusst vertreten. Soviel Mut aufzubringen ist nicht einfach. In der Geschichte schafft Melanie das alleine. Ihre Eltern halten sich zurück, machen es ihr aber auch nicht schwerer („Jetzt ist die Oma aber traurig, dass du ihr kein Küsschen geben willst ! „) Im Gegensatz und in Ergänzung zu „Das große und das kleine NEIN“ geht es in „Melanie und Tante Knuddel“ um das nähere Umfeld der Familie, beschrieben am Beispiel der Tante Knuddel. Es geht um gutgemeinte aber aufdringliche, unerwünschte Zärtlichkeiten. Das Bilderbuch kann in der pädagogischen Arbeit gute Ansatzpunkte zum Thema „Vorbeugung gegen sexuellen Missbrauch bieten, kommen doch viele Täter und Täterinnen aus dem direkten Umfeld der Familie. Melanie findet, dass ihre Tante eigentlich gar nicht so übel ist, sie bringt immer Schokolade mit und so, aber aufs Knuddeln mit ihr hat Melanie einfach keine Lust mehr. Immer wenn sie auf Besuch kommt stürzt sich Tante Knuddel, die eigentlich Gertrude heißt, zunächst auf Papa: „Klaus Dieter, lass dich mal knuddeln“, dann auf Mama. Beiden ist die Situation offensichtlich unangenehm (Körpersprache !), sie erdulden sie aber trotzdem ohne zu protestieren. Dann ist Melanie an der Reihe. Tante Knuddel hebt sie hoch „und knuddelt was das Zeug hält“. Melanie hat es gründlich satt; sie will nicht geknuddelt werden. Jedenfalls nicht von Tante Knuddel und nicht, ohne gefragt zu werden.. Schließlich läuft sie ins Kinderzimmer, holt die Puppe, die sie am wenigsten mag, drückt sie Tante Knuddel in die Hand und sagt:“ Hier hast du ein Püppchen, das kannst du knuddeln , so viel du magst. Ich will nämlich nicht geknuddelt werden“. Resultat: „Zuerst war Tante Knuddel eingeschnappt. Aber sie hat sich wieder beruhigt. Jedenfalls mit dem Knuddeln war Schluss ! „Auch diese Geschichte von Gisela Braun lässt sich mit wenig Aufwand in ein lehrreiches und auch lustiges Rollenspiel /Bühnensketch übernehmen.

Claudia Baumann, Marimar del Monte (1994). Lena hat Angst. Donna Vita Verlag,
ISBN 3-927796-39-5 Stichworte: Sexueller Missbrauch, Angst; Überwindung alles zu erzählen

Dies ist die Geschichte eines sexuellen Missbrauchs vom Vater an seiner Tochter Lena. Fast immer wenn Lenas Eltern abends streiten kommt ihr Vater anschließend zu ihr ins Zimmer und vergeht sich an ihr. Da Lena versprochen hat nichts zu erzählen ist ihr Teddy ihr einziger Verbündeter. Sie wünscht sich er könnte sprechen und ihrer Mutter alles erzählen. Mit wenigen ungeschmückten Worten beschreibt dieses Bilderbuch die wahnsinnige Angst die Lena hat. Obwohl ihr Vater ihr Schmerzen zuführt liebt sie ihn noch immer. Sie fühlt sich alleine, traut sich aber nicht mit jemand darüber zu sprechen; aus Angst der Vater hätte sie dann nicht mehr lieb. Lena kann nicht verstehen warum ihr Vater das macht. Früher ist er nur zu ihr ins Zimmer gekommen um ihr eine gute Nacht zu wünschen. Lena hat Angst dem Vater zu sagen, dass sie nicht mag was er ihr antut, weil er sie dann vielleicht auch nicht mehr lieb hat. Immer wenn er dann geht weint sie und ist ganz durcheinander und verzweifelt. Erst nachdem die Mutter immer wieder nachfragt was mit Lena los sei, weil ihr nichts mehr Spaß macht und sie immer so blass sei, kann es Lena nicht länger aushalten. Sie bricht in Tränen aus und erzählt ihrer Mutter was ihr Vater nachts mit ihr macht. Die Mutter verspricht zu helfen. Damit endet die Geschichte, es bleibt offen, wie die Mutter Lena helfen wird. Als Anhang sind Informationen über sexuellen Missbrauch an Kindern angegeben und was die Vertrauensperson unternehmen sollte, wenn sich ihr ein Kind anvertraut hat. Auch diese Geschichte ist nur ein Beispiel, allerdings auf einem realen Hintergrund. Das Bilderbuch ist speziell für kleine Kinder konzipiert, damit sie Worte finden können, für das was ihnen angetan wird. Vor diesem Hintergrund ist das Buch eine Hilfe für die missbrauchten Kinder .

Blocks, Francesca ( ). Lia Teenage Barbie. Ravensburger

Eine Karriere als Modell, das ist der Plan ihrer Mutter. Von einem Starfotografen missbraucht, schenkt ihr die Mutter keinen Glauben. Der 11jährigen Barbie bleibt nur die Phantasiegestalt Mab als einzige Vertraute. Im zweiten Teil des Buches ist aus Barbie Selina Moon geworden. Sie trifft mit 16 Todd, den charmanten Schauspieler, die personifizierte Mädchenphantasie. Was so kitschig klingt, ist eine phantasievolle Geschichte voller Traurigkeit. Ein (Hollywood-) Traum ohne Erwachen, denn diese rosa Wolken, Sinnbild einer tiefen Sehnsucht, sind einfach zu groß für diese Welt

Hartmann, Lukas ( ). Gib mir einen Kuss, Larissa. Laruss.

Rotfuchs Ist Vaters neue Freundin eine Hexe? Spitze Nase, eine Warze am Mundwinkel und auch noch rote Spinnenfingernägel. Ja, sie muss eine Hexe sein, denkt Vera. Die 10jährige will ihren Vater beschützen. Phantasie und Wirklichkeit verschmelzen in dieser Geschichte über das Scheidungskind Vera. Der Kampf gegen die Hexe- wird zum Kampf um den Vater. Clevere Einfälle, ernstgenommene Ängste und am Schluss die Erkenntnis, dass man über Kampf auch zueinander finden kann.

Gibb, Camilla ( ). Worüber niemand spricht. Berliner Taschenbuch Verlag

Schonungslos, voller Sarkasmus und mit Witz. Ein Buch, das sich seinem Thema nicht psychologisierend annähert, sondern den direkten Weg geht. Kindesmissbrauch in der Familie. Der Verlust der Gefühlswelt, die Flucht in eine Phantasiewelt und der sehr persönliche Kampf von Thelma sich und ihren Körper als Einheit zurückzugewinnen, um sich als Frau akzeptieren.

Selbstwert

Browne, A. (1993). Das Schweinebuch zum Abgewöhnen. Frankfurt a. Main.: Alibaba, Stichworte: Doppelbelastung- Rolle der Frau in der Familie- Selbstwertgefühl Wie der Vater, so die Söhne…

Herr Piggott und die zwei sich mit ihm identifizierenden Söhne führen ein angenehmes Leben. Neben eigener Berufsarbeit sorgt Frau Piggott selbstlos für Leib und Seele ihrer drei Männer. Eines Tages wird es ihr aber zuviel: sie verlässt ihren Mann und die beiden Söhne. Diese verwandeln sich buchstäblich in Schweine ,- unselbständig und faul. Erst nach dieser leidvollen Erfahrung sind die Männer bereit mit Frau Piggott eine neue ausgewogenere Rollen und Aufgabenverteilung auszuhandeln. Erlbruch, W. (1995). Frau Meier, die Amsel. Wuppertal : Hammer Stichworte: Verantwortung übernehmen- Selbstwertgefühl entwickeln Eines Tages findet Frau Meier in ihrem Garten eine junge Amsel, die aus dem Nest gefallen ist. Vorbei ist es mit ihrem eingeschränkten Alltag als Hausfrau, die sich über alles Sorgen macht. Die Entscheidung sich der Amsel anzunehmen­ – symbolisch wohl einer „jungen“ unentwickelten Seite in ihr-, gibt ihr eine wichtige Aufgabe und sie gestaltet ihr Leben neu. Es beginnt eine abenteuerliche Zeit. Frau Meier erkennt, dass sie wie es die echten Vogeleltern dies auch tun, der jungen Amsel vorausfliegen muss, damit diese das Fliegen erlernt. So klettert sie auf einen Kirschbaum, seufzt tief, hebt ihre Arme in die Luft … und fliegt! Die Entscheidung, Verantwortung zu übernehmen, sich für eine Aufgabe, die ihr am Herzen liegt, wirklich zu engagieren, beflügelt sie. Sie hat an Initiative und Eigenständigkeit gewonnen.

Erlbruch,Wolf (1990). Die fürchterlichen Fünf. Wuppertal : Hammer Verlag,
ISBN 3-87294-434-7
Stichworte: Bilderbuch- Mangelndes Selbstwertgefühl und ein Lösungsweg- Sich häßlich finden- Von anderen ausgelacht werden

Elbruchs schrille Illustrationen sind für Kinder und Erwachsene sehr ansprechend. Er erzählt die Geschichte von einer Kröte, einer Fledermaus, einer Spinne und einer Ratte, die unter ihrer selbstaber auch fremdzugeschriebenen Häßlichkeit leiden. Die Hyäne freilich geht mit ihrer „Häßlichkeif anders um. Mit einer zündenden Idee gelingt es ihr, Traurigkeit, Zaghaftigkeit und Selbstmitleid in Selbstwertschätzung und Freundschaft zu verwandeln. Gerade als die vier damit beschäftigt sind, sich ihre Häßlichkeiten vorzuhalten, kommt eine ihnen fremde Hyäne hinzu und macht sich über ihre Situation auch noch lustig:“ Was seid ihr denn für ein trauriger Verein ! Ein Grüppchen Triefhasen, wie ? Sie spottet aber nicht nur; sie hat auch eine Lebensweisheit mitgebracht:“ Ob andere meinen, man sei häßlich oder schön, ist vollkommen unwichtig. Was zählt sind Taten ! Man muß was tun ! Für sich  und für die anderen ! “ Dann zieht sie ein kleines, blinkendes Saxophon aus ihrer Tasche und beginnt darauf zu spielen. Schon bald ändert sich die Wahrnehmung der anderen. Sie sind von der Musik der Hyäne, die doch eigentlich auch ziemlich häßlich ist, so hingerissen, daß sie ihnen immer sympathischer wird. Die Ratte versteht: Sie zieht eine kleine Ukulele aus den Tiefen ihrer Manteltaschen hervor und beginnt ein Liedchen zu zupfen. Schließlich beginnt die Spinne wunderschön dazu singen. Und die Kröte, die weder singen noch ein Instrument spielen kann, nimmt ihren Mut zusammen und berichtet, daß sie Pfannkuchen backen kann. „Damit sollte sich etwas machen lassen“, merken die fürchterlichen Fünf und ihre Ideen setzen sie gleich in die Tat um. Mit Unterstützung der Hyäne sind sie schließlich schon abends Betreiber einer „Pfannkuchen  Bude mit Musik und Tanz“. Aber nochmals kommt es zu einem Rückschlag, der ihrem gerade erstarkenden Selbstbewußtsein heftig zusetzt: Trotz gemeinsamer Werbemaßnahmen und Bergen von Pfannkuchen, erscheint kein einziger Gast. Prompt gibt sich jedes der Tiere mit einer eigenen Begründung selbst die Schuld daran, daß keiner gekommen ist. Bald sind alle wieder in den alten Mustern von Selbstmitleid und Minderwertigkeitsgefühlen gefangen und ein weiteres (letztes?) Mal liegt es an der Hyäne, den Knoten zu zerschlagen. Sie beschließt es sich gut gehen zu lassen und verteilt eine Runde Pfannkuchen an alle. Die Ratte steigt sofort ein: Was solls, Wir haben Musik, wir haben Pfannkuchen und wir haben uns.“ Die Stimmung schwenkt um und man beginnt, für sich selbst zu feiern. Nun werden alle anderen Tiere auf den fröhlichen Lärm aufinerksam und strömen von überall her zum Fest. Erlbruch zeigt an verschiedenen Charakteren die Relativität von „Schönheit“. In einer Zeit, in der äußerliche Schönheitsideale bereits unter Kindern und Jugendlichen übermäßig kultiviert werden, leiden viele unter ihrer mutmaßlichen Häßlichkeit. Die „fürchterlichen Fünf‘ zeigen einen möglichen Ausweg aus der Misere.

Pressler, Mirjam (1980). Bitterschokolade. Beltz Verlag, ISBN 3407784031
Stichworte: Jugendbuch- Pubertät- dick sein- sich selbst annehmen- Freunde- Verliebtsein

Das Buch handelt von der 15 jährigen Eva. Sie ist dick und fühlt sich einsam und von allen ungeliebt. Ihren Kummer darüber frißt sie in sich hinein. Am schlimmsten sind die Sportstunden. Bei Mannschaftsaufstellungen wird sie immer als letzte gewählt, wahrscheinlich, weil sie dick und nicht sportlich ist. In der Klasse unter den ganzen anderen Mädchen hat sie keine Freundinnen. Nur Franziska redet ab und zu mit ihr. Am liebsten verkriecht sich Eva mit einem Buch und mit etwas zu essen. Meistens sind es Bücher bei denen sie weinen muß, v.a. bei Wörtern wie streicheln, Liebe, Vertrauen, Einsamkeit. Zuhause heißt es oft: “ Eva , du bist zu dick. Wenn du so weitermachst, paßt du bald nicht mehr in normale Größen. Also nicht einmal die eigenen Eltern mochten sie so wie sie war. Die Welt war doch einfach gemein. Der Sommer war wieder einmal besonders heiß. Nach langem Ringen entschließt sich Eva ins Schwimmbad zu gehen. Es würde bestimmt viel Überwindung kosten, in den Badeanzug zu steigen. Sie hatte Angst vor den Blicken der Mitschüler, ja eigentlich vor den Blicken aller Leute im Schwimmbad. Aus diesen Blicken konnte sie Sätze lesen wie: “ Schau mal die an, ist die fett, und sowas geht ins Schwimmbad, ist ja eklig!“ Auf dem Weg zum Schwimmbad rempelt sie mit Michel zusammen, stürzt und verletzt sich. Als Entschädigung lädt sie Michel auf eine Cola ein. Sie unterhalten sich ein wenig und verabreden sich für den nächsten Tag im Schwimmbad. Michel gefällt ihr, sie ist sich jedoch nicht sicher,ob dies auf Gegenseitigkeit beruht. Warum wollte Michel nur so viel Zeit mit ihr verbringen. Er konnte sie doch bestimmt nicht richtig mögen, sie die doch so fett war und er, der jede hätte haben können. Aber Michel mag Eva wirklich sehr und er möchte viel Zeit mit ihr verbringen. Als sie im Kino sind hält er die ganze Zeit ihre Hand. Eva mag es, weiß jedoch nicht genau, wie sie sich verhalten soll und hält deshalb ganz still. Die Zeit, die sie mit Michel verbringt ist wunderschön, Sie geht das erste Mal mit ihm in eine Diskothek und tanzt sogar, nachdem sie bemerkt,daß es nicht nur dünne Mädchen sind, die um sie herumstehen. Sie gibt sich einen „Ruck‘ vergißt ihren „Elefantenkörper‘ und tanzt. Es macht ihr großen Spaß und auch Michel ist. ganz begeistert wie sie tanzen kann. Michel lädt sie ins Freizeitheim ein. Natürlich ist Eva ganz begeistert. Michel bezeichnet Eva mittlerweile als seine Freundin. Unglaublich!! In der Schule soll Franziska die Klasse wiederholen. Sie ist zu schlecht in Mathematik Eva bietet ihr an, mit ihr Mathe zu lernen und ist glücklich, als Franziska ja sagt. Da die neunten Klassen zu groß sind soll eine weitere neunte Klasse eingerichtet werden. Werden sich Schülerinnen freiwillig melden, um in die neue Klasse zu wechseln? Die Schülerinnen sind ganz aufgeregt und beschließen dem Direktor einen Brief zu schreiben. Keine der Schülerinnen möchte die Klasse verlassen. Anna, Susanne, Franziska und Eva wollen sich treffen, um den Brief aufzusetzen. Sie möchten sich bei Franziska treffen. Eva war glücklich. Sie hatte eine Aufgabe, sie hatte eine Verabredung! Mensch war das schön!! Michel würde in den nächsten Tagen die Stadt verlassen. Er wollte raus aus München. Hamburg und die Seefahrt waren sein Ziel. Zum Abschied schenkt Eva Michel eine Silberkette. Sie küssen sich und versprechen sich zu schreiben. Franziska wird Evas Freundin. Eva beginnt endlich zu sich und zu ihrem Körper zu stehen und sich so zu akzeptieren, wie sie war; etwas rundlicher als die anderen, aber auf jeden Fall genauso viel wert.

Toleranz, Umgang mit Fremden

Arthur, Ruth M. (1974). Kleiner dunkler Dorn. Stuttgart: Franckhsche Verlagsbuchhandlung,
Stichworte: Jugendbuch- Umzug in ein anderes Land- Heimweh- Verlust der Mutter- Aussenseiter- Stiefmutter- Stiefschwester- Eifersucht

Obwohl Merrie noch sehr klein war, als sie plötzlich aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen wurde, um von nun an auf einem anderen Erdteil zu leben, fiel ihr die Umstellung überaus schwer. Sie, die dunkelhäutige Halbmalaiin, reagierte mit Hass, Trotz und Wutausbrüchen auf die andersartigen Menschen und die fremde Lebensweise. Vertrauen schenkte sie anfangs eigentlich nur einem alten Einsiedler, der genau wie‘ sie durch verschiedene Umstände zum Aussenseiter abgestempelt wurde. Doch Merrie muss lernen, das andere zu akzeptieren, und zögernd erforscht sie Schritt für Schritt die neue Welt. Sie versucht, sich selbst gegenüber kritischer zu werden, auf Fehlschläge weniger empfindlich zu reagieren und erkennt zuletzt, dass auch sie es mit ihrem Verhalten als widerspenstiger „kleiner dunkler Dorn“ ihrer Umwelt oft sehr schwer gemacht hat. Verwendung für die Schule: Geeignet für Kinder ab 12 Jahre. Anhand der Lektüre kann sehr einfühlsam die Integrationsproblematik ausländischer Einwanderungskinde erarbeitet und diskutiert werden.

Boujon, C. und Michels (1991). Karni und Nickel oder der große Krach. München: Ellermann,
Stichworte: Introvertiertheit- Extrovertiertheit- Auseinandersetzung

Die beiden Kaninchen Karni und Nickel, der eine introvertiert, der andere extrovertiert machen sich gegenseitig das Leben schwer. Des einen Angriff wird zum Rückzug, zur Abkapselung des anderen. Erst bei der Eskalation setzt sich der introvertierte Karni richtig zur Wehr. Dann taucht eine neue Gefahr auf, der Fuchs, ein gemeinsamer Todfeind. So wird aus dem Gegeneinander ein Miteinander im Kampf ums gemeinsame Überleben.

Briggs, Raymond (1991). Mein Schneemann. C. Bertelsmann Verlag, ISBN 3-570 00618-2
Stichwort: Freunde gewinnen und Abschied nehmen kindliches Erleben des Alltags

In diesem Bilderbuch ohne Text mit sehr einfachen, klar strukturierten Bildern wird die Geschichte von einem kleinen Jungen und dessen Freundschaft zu einem Schneemann erzählt. Für Kinder wird hier sehr ansprechend gezeichnet wie er den Freund gewinnt, im Schlaf (Trance) mit ihm den Lebensalltag und Abenteuer erlebt und ihn zum Schluß wieder verliert, da er geschmolzen ist. Der kleine Junge baut in diesem Buch mit sehr viel Liebe und Ausdauer einen großen Schneemann (evtl. eine Identifikationsfigur?). Auch am Abend, zu Hause, kann er seinen Freund nicht vergessen und schaut immer wieder nach ihm. Als er ins Bett geht beginnt seine Reise in die Traumwelt (Trance): der Schneemann wird lebendig und kommt zu ihm ins Haus, von draußen in die Welt des Kindes. Der kleine Junge gibt ihm Einblick in sein Leben und zeigt ihm Alltägliches, wie z.B. den Kühlschrank oder das Feuer und lernt an Hand der Reaktionen des Freundes dessen Leben und Andersartigkeit kennen. Hier wird in sehr einfachen Bildern der praktische Lebensalltag des Kindes aufgezeigt und auch die Neugier alles zu erforschen oder Mißerfolge zu erleben, wie z.B. vom Skateboard zu fallen. Zusammen mit dem Schneemann macht der Junge eine Traumreise durch die große, andersartige Welt (Ablösungsprozeß/Neugierverhalten). Der Schneemann nimmt ihn bei der Hand, beide fliegen davon in ferne Städte und Länder und entdecken viel Neues. Sie landen jedoch auch wieder zu Hause, der Schneemann geleitet den Jungen sicher ins Haus (Sicherheit und Geborgenheit in der vertrauten Umgebung), verabschiedet sich und geht in den Garten. Als der Junge am nächsten Morgen aufwacht ist der Schneemann geschmolzen, er steht nur noch vor einem kleinen Haufen Schnee (Abschied nehmen).

Bulang-Lörcher, Monika und Große-Oetringhaus, Hans-Martin (1994). Aminatas Entdeckung Frankfurt: Beltz Verlag, ISBN 3-930024-50-0
Stichworte: Kennenlernen einer fremden Kultur- Überleben in der Dürre- Gemeinschaft

Das Bilderbuch handelt von dem Mädchen Aminata, daß in Senegal lebt. Im Such wird von Aminatas Dorf, ihrer Familien und ihren täglichen Aufgaben berichtet. Eine ihrer Hauptaufgaben ist es am Brunnen Wasser zu holen. Als sie eines Abends zum Brunnen zurück muß, um ein Spielzeugauto ihres Bruders zu suchen, sieht sie, wie die Ziegen Dreck und ihren Kot in den Brunnen fallen lassen. Im Dorf sind bereits einige Babys am verschmutzen Wasser erkrankt. Als Aminata im Dorf erzählt was sie gesehen hat beschließen die Dorfbewohner in der Stadt Saint Louis Zement zu kauf en, um den Brunnen höher zu ummauern. Nachdem der Brunnen gereinigt und ummauert ist veranstalten alle im Dorf ein Fest. Die Geschichte von Aminata ist mit vielen Bildern untermalt, die die Situation und den Lebensstil von dem Mädchen und ihrer Familie verdeutlichen. Für ein noch besseres Verständnis der fremden Lebenskultur findet man auf jeder Seite noch eine kurze und sachliche Erklärung über das Land. Anhand dieses Buches können Kinder bereits im Vorschulalter fremde Kulturen besser kennen und verstehen lernen. Es wird deutlich gezeigt, daß unterschiedliche Orte und Kulturen auch unterschiedliche Tagesabläufe, Rituale und Aufgaben haben. Die Geschichte ist spannend und interessant geschrieben und gleichzeitig auch sachlich und lehrreich. Mit Hilfe der gemalten Bilder können sich die Kinder das Leben dort noch besser vorstellen.

De Bode, Ann und Broere, Rien (1998) „Tom braucht neue Freunde“. Ellermann Verlag,
ISBN 3-7707-6396-3
Stichworte: Geeignet für Grundschulkinder- Abschied- Außenseiter- Angst- Spott- Freundschaft

In dem Buch geht es um einen kleinen Jungen, der mit vielen neuen Situationen  wie z.B. einem Umzug, einer neuen Schule und der fehlenden Akzeptanz von anderen Kindern  fertig werden muß. Tom, ein sechsjähriger Junge, muß sich von Benjamin, seinem besten Freund verabschieden. Der Grund dafür ist, daß Tom mit seinen Eltern in ein neues Haus in der Stadt zieht. Der Abschied fällt ihm schwer, doch trotz allem freut er sich auf das neue Haus. Den Umzug findet Tom aufregend. Die vielen Kisten, die Möbelpacker, alles ist neu. Sogar sein Spielzeug wirkt verpackt wie neu. Toms liebstes Spielzeug ist „Tiger“, ein Stofftier. Tom könnte niemals ohne ihn leben“. Doch gleich am ersten Tag in der neuen Stadt, prallt Tom auf der Straße mit einem Jungen zusammen. Dieser sieht Toms geliebten Tiger, macht eine spöttische Bemerkung („Ach, ein Kuscheltier“), reißt Tom seinen Tiger aus der Hand und zerstört ihn. Tom ist sehr unglücklich darüber. Doch zu allem Übel geht dieser Junge namens Erich mit Tom in eine Klasse. Erich sucht andauernd Situationen, in denen er Tom verspotten, ihn ärgern und wegstoßen kann. Tom vertraut sich seiner Mutter an, die daraufhin gemeinsam mit der Lehrerin versucht, die Situation zu verbessern. Tatsächlich fühlt sich Tom auch langsam in der Klasse wohler. Dies liegt aber v.a. daran, daß Erich wegen einer Krankheit in der Schule fehlt. Toms Mutter erlaubt ihrem Sohn, ein Fest zu geben, aber nur unter der Bedingung, daß Erich ebenso eingeladen wird. Tom findet dies zuerst nicht so gut, doch er läßt sich zu einem Besuch bei Erich überreden. Bei Erich zu Hause stellt er fest, daß er doch nicht der starke Junge ist, für den er ihn hielt. Erich sitzt krank und traurig in seinem Bettchen, zwischen vielen Kuscheltieren und mit einer Gummiunterlage. Tom und Erich entdecken Gemeinsamkeiten, sie werden Freunde und zum Fest bekommt Tom von Erich ein sehr schönes Geschenk: einen neuen „Tiger“. „Und das war das schönste Geschenk, das er an diesem Tag bekam“.

Johansen, H. (1988). Die Eule und die Ente. Zürich/Frauenfeld: Nagel & Kimche,
Stichworte: Auseinandersetzung- verschiedene Lebenswelten- Annäherung

Auch hier führen die unterschiedlichen Lebenswelten der Eule und der Ente zu Auseinandersetzung und Streit. Solange jeder in seinem Standpunkt, der eigenen Lebensumwelt, beharrt, sich nicht bewegt, ihn nicht verlässt, findet keine Annäherung, sondern nur ein erbitterter Kampf statt. Erst die Kenntnis der jeweils anderen Welt ermöglicht eine konstruktive Auseinandersetzung, den Beginn von Verständnis und Respekt. Bereichert um diesen persönlichen Gewinn kehren sie in ihre eigenes Revier zurück.

Könner, Alfred und Bofinger, Manfred (1983). Herr Dickbauch und Frau Dünnebein. Berlin: Altberliner Verlag, ISBN 3-357-00973-0
Stichworte: Toleranz Akzeptieren von Anderssein Rollenverhalten

Das kleine Bilderbuch beschreibt in 12 witzigen und liebevoll gezeichneten Illustrationen ein Froschpaar mit völlig unterschiedlichen Vorlieben. Weil sich beide Partner aber überaus großzügig das Anderssein genehmigen, können sie sich trotzdem mehr als gut vertragen. Der Text von Alfred Könner ist in Reime gesetzt und dadurch sehr einprägsam. Er reizt zum Mitsprechen. Erfahrungsgemäß wollen Kinder dieses Büchlein immer wieder sehen und hören. Es war einmal ein dicker Mann, der aß nur süßes Marzipan.Doch seine Frau aß Saures nur und war so dünn wie eine Schnur.Er blies am frühen Morgen schon mit vollen Backen Saxophon. Sie zupfte Harfe stundenlang, wozu sie zarte Lieder sang.Er fühlte sich am See gesund und tauchte kühn bis auf den Grund. Sie konnte keine Wellen sehn und kletterte auf Bergeshöhn. Er fuhr im Auto nur herum, die Augen stier,die Lippen stumm. Sie schwang sich lieber auf ein Rad und kannte jeden Wiesenpfad. Er schenkte ihr mit viel Genuß stets einen langen Morgenkuß. Das aber machte ihr Verdruß, sie liebte nur den Abendkuß. Und doch vertrugen sie sich gut und kamen unter einen Hut

Lionni, Leo (1993). Mister Mc Maus. Patmos Verlag, ISBN 3-491-41004-5
Stichworte: Ablösung- Angst und Neugier- Pubertät

Dieses Bilderbuch ist sehr einfach gezeichnet und erzählt in kurzen Sätzen die Geschichte der Maus Timothy, die eines Tages ganz anders aussieht als die anderen Stadtmäuse und wegrennt. Es schildert sehr eindrucksvoll die Angst vor Neuem, aber auch die Neugier dies kennenzulernen und unter anderen Mäusen zu bestehen. Es eignet sich innerhalb der Therapie sehr gut für Kinder und Pubertierende, aber auch fur Erwachsene zum Thema Neuanfang. Timothy, eine Stadtmaus, muß plötzlich feststellen, daß er ganz anders aussieht als all die anderen Stadtmäuse. In Frack und Zylinder ist er sich fremd, läuft vor sich selber davon und flieht von zu Hause (Schwierigkeiten in der Pubertät). Erst später überlegt er, was geschehen ist und was er machen will. Dabei trifft er auf Feldmäuse, die vor der fremden Maus genauso erschrecken wie er selbst. Doch als beide Seiten merken, daß sie sich ähnlich sind werden sie Freunde. Wenn er jedoch bei ihnen bleiben will, muß er eine Prüfung ablegen. Trotz Unterstützung gelingt es Timothy nicht so zu sein und so zu leben wie die Feldmäuse  er ist eben eine Stadtmaus (eigene Identifikation). Doch als die Katze (Bedrohung von außen) sich nähert und die Feldmäuse voller Panik davonlaufen gelingt es Timothy die Katze zu überlisten und alle zu befreien. Durch diese Heldentat wird Timothy von den Feldmäusen gefeiert, bekommt einen Ausweis und darf, obwohl er „Ausländer“ ist bei ihnen bleiben.

Merrifield, Margaret und Collins, Heather (1990). Mama, was ist AIDS? Donna Vita Verlag, ISBN 3-927796-29-8
Stichworte: AIDS- Aufklärung- Ausgrenzung- Angst

Das Bilderbuch schildert von der kleinen Karin, die im Kindergarten Nikolas kennenlernt, der viel ruhiger und zurückhaltender ist, als die übrigen Kinder. Nikolas wird ihr bester Freund, jedoch von den übrigen Kindern wird er gemieden. Als Nikolas krank wird und lange nicht in den Kindergarten kommen kann hört Karin das Wort AIDS und fragt ihre Eltern. Karins Eltern erklären ihr was es mit der Krankheit auf sich hat und daß sie sich nicht anstecken kann, wenn sie weiterhin mit Nikolas spielt, mit ihm ißt, oder ihn in den Arm nimmt. Als die Eltern jedoch hören, daß die übrigen Kinder im Kindergarten nun auch nicht mehr mit Karin spielen dürfen, weil sie mit Nikolas spielt, verabreden sich Karins Eltern mit den übrigen Eltern und Kindergärtnerinnen um über AIDS zu sprechen. Das Buch geht ganz offen mit dem Thema AIDS um. Die Angst vor dem Unbekannten und dem Risiko sich anstecken zu können wird sichtbar. Nikolas wird als Außenseiter behandelt, weil die Eltern der Kinder fürchten Nikolas könnte sie anstecken. Es wird auch deutlich, wie wichtig es ist, die Eltern sowie die Kinder über Nikolas Situation aufzuklären, damit Außenseiter wie er nicht länger ausgegrenzt werden. Nachdem der Elternabend zu Ende ist haben alle viel über HIV und AIDS gehört und eingesehen, daß Nikolas keine Gefahr für ihre Kinder darstellt. Von nun an spielen alle Kinder mit ihm, er wird völlig in die Gruppe integriert und keiner hat mehr Angst vor seiner Krankheit. Nach der Bilderbuchgeschichte sind weitere Informationen über AIDS angegeben. Etwa was AIDS ist, wie man es bekommen kann, wie man dagegen vorbeugen kann und welche Behandlungsmethoden es dagegen gibt. Auch einige Situationen sind aufgezeigt, bei denen man sich auf keinen Fall mit HIV infizieren kann.

Reid Vann, Donna (1988). „Roberto und der leuchtende Brunnen“. Brunnen Verlag,
ISBN 3-7655-5642-4
Stichworte: Geeignet für Grundschulkinder- Einsamkeit- Außenseiter- „anders sein“

Dieses Buch handelt von einem Jungen, der sich einsam und häßlich fühlt. Es wird erzählt, wie das Kind lernt sich selbst anzunehmen und dadurch auch Freunde gewinnt. Roberto ist ein kleiner Junge, der in Barcelona lebt. Roberto hat keine Freunde, die anderen Kinder wollen nicht mit ihm spielen. Sie hänseln ihn, nennen ihn „Rotbäckchen“. Der Grund dafür ist ein großes rotes Muttermal in Robertos Gesicht. Roberto streift oft alleine durch die Straßen Barcelonas. Er beobachtet die Menschen in den Kaufhäusern oder schaut anderen Kindern beim Spielen zu. Eines Tages entdeckt Roberto bei einem seiner Streifzüge einen gewaltigen Springbrunnen. Das Wasser wird von buntem Licht angestrahlt, es funkelt wie Diamanten. Roberto ist beeindruckt von der Schönheit des Brunnens. Doch je hübscher er den Brunnen findet, umso häßlicher fühlt er sich selbst. Von nun an vergeht kein Samstag, an dem Roberto nicht den Brunnen aufsucht. Mit einer alten Frau, die dort Spielzeug an Touristen verkauft, freundet er sich langsam an. Die alte Frau spürt, daß Roberto leidet. „Was du da tust, ist falsch Der Brunnen kann dir nicht helfen. Du mußt zu dem Meister gehen!“ Roberto macht sich auf die Suche nach dem vermeintlichen Meister. Er entdeckt einen Künstler, der den Brunnen abmalt. Roberto spricht den Mann an und es entwickelt sich ein Gespräch zwischen den beiden. Der Maler erzählt Roberto von Gott und wie er die Welt und die Menschen erschaffen hat. Er berichtet auch davon, wie Gott einen kleinen Jungen in Barcelona schuf. Xr wollte dich genauso haben, wie du bist, mit einem roten Fleck im Gesicht, und er findet dich schön – und das bist du auch“. Roberto freut sich seht über das, was der Maler ihm anvertraut. Es überkommt ihn eine solche Fröhlichkeit, daß die anderen Kinder die Veränderung Robertos bemerken und gerne mit ihm spielen wollen.

Schami Rafik (1999) „Albin und Lila“, Nord-Süd Verlag, ISBN 3 314 00988 7
Stichworte: Geeignet für Grundschulkinder- Außenseiter- Einsamkeit- ..anders sein“- Freundschaft

In diesem Buch geht es um zwei Tiere, die von den Artgenossen nicht akzeptiert werden. Es wird geschildert, wie eine Freundschaft zwischen den beiden entsteht, und wie sie durch eine bestimmte Tat die Anerkennung der anderen erhalten. Albin ist ein Schwein, das mit anderen Schweinen und vielen Hühnern auf einem Bauernhof lebt. Im Grunde könnte Albin ein glückliches und zufriedenes Leben auf dem Bauernhof führen, wenn nicht eine winzige Kleinigkeit dies verhindern würde. Albin sieht nämlich nicht aus wie die anderen Schweine, denn Albin hat von Geburt an eine schneeweiße Haut. Albin wird von den anderen Schweinen gemieden und fühlt sich somit sehr allein. Dieser Zustand ändert sich schlagartig, als Albin das Huhn Lila kennen lernt. Lila wurde von den anderen Hühnern des Hofes verstoßen, da sie nicht mehr in der Lage war, Eier zu legen. Albin und Lila werden dicke Freunde. Die anderen Artgenossen können nicht verstehen, dass ein Huhn und ein Schwein Freunde werden können. Sie denken, die beiden sind übergeschnappt. Doch Albin und Lila stört das nicht, sie verbringen weiterhin viel Zeit miteinander. Eines Nachts beobachten sie, wie sich der Fuchs auf den Weg zum Hühnerstall macht.‘ Albin und Lila hecken daraufhin gemeinsam einen Plan aus, wie man den Fuchs besiegen kann. Mit einer List locken sie ihn in den Schweinestall, wo er von den aufgebrachten Schweinen niedergetrampelt wird. Der Fuchs ist außer sich und verläßt auf Nimmerwiedersehen den Hof. Von da an waren Albin und Lila bei allen Schweinen und Hühnern beliebt.

Ungerer, Tomi (1972). Das Biest des Monsieur Racine. Diogenes Verlag, ISBN 3 – 25700544 Stichwort: Nonsens Bilderbuch- Lebensfreude kontra Isolation

Wie man mit Spaß und Entdeckungsfreude Freunde gewinnen, ein anderes Lebensgefühl entwickeln und sogar Enttäuschungen mit Humor erleben kann. Das Buch ist eine Verneigung vor dem Meister der Kinderbücher, Maurice Sendak („Die wilden Kerle“). Deshalb ist das Ambiente der Geschichte in Frankreich angesiedelt, mit frankophilen Details ausgeschmückt (Ungerer stammt aus dem Elsaß). Monsieur Racine ist ein pensionierter Steuereinnehmer, hat in seinem Beruf wohl keine Freunde gefunden, denn er lebt allein in seine eigene Welt zurückgezogen. Als leidenschaftlicher Gärtner erzielt er großen Erfolg mit seinen berühmeten Birnen, die ‚er selbst gegen hohe Geldgebote nicht weggeben will (Festhalten an alten Mustern). Aber, eines Tages sind die Birnen vom Baum verschwunden Mon Dieu! Was eigentlich ein großer Verlust sein könnte erweist sich nach und nach als großer Zugewinn in Ms. Racine’s Leben (Änderung im System, Bewegung, neue Energie). Mit allen Mitteln versucht er dem vermeintlichen Dieb auf die Schliche zu kommen, bis er ein seltsames Wesen als den Untäter entlarvt: Etwa so groß wie ein Kalb, sieht so aus wie ein Haufen Wolldecken. Klar, dass seine gesunde Neugierde geweckt wird und er (mit dem Neuen im System) Kontakt aufnimmt. Er stellt fest, daß es ungefährlich ist, daß es gerne ißt, mit Vorliebe Eiscreme, und daß „es“ überhaupt ein ganz toller Gefährte ist. „Ich habe meine Birnen verloren aber einen Freund gefunden“, sagt er. Jetzt ist Bewegung im Leben des ehemaligen Steuereinnehmers: Er schaukelt und hört Musik mit dem „Biest“ (tiefe Entspannung). Das Rätsel über die Herkunft des neuen Freundes läßt ihm aber keine Ruhe (Lineares Denken), er durchwühlt seine Bibliothek, bemüht sein Hobbylabor, mißt das „Biest“ aus etc. (Zweifel an Ressourcen). Schließlich schreibt er an die oberste Instanz (na, „Über Ich“ vielleicht?), die Akademie der Wissenschaften in Paris. Er wird eingeladen, seinen sensationellen Fund der Wissenschaft und der Öffentlichkeit vorzustellen. Dabei geschieht ein Eklat: Auf der Bühne entpuppt sich das „Untier“ zu zwei Kinder, die sich unter Decken versteckt gehalten hatten. (Der sensibilisierte Leser weiß, das damit das vitale „Es“ gemeint sein könnte). Während die Umwelt in ein Chaos fällt, hat Ms. Racine längst den  wirklichen Wert seiner neuen Freunde erkannt. Mit Humor ordnet er die neue Situation in sein Leben ein. Er bringt die Kinder zu ihren Eltern und sie bleiben weiterhin Freunde, teilen die Birnen. Ungerer hat einen Sinn für Skuriles, in den Bildern verteilt er Sonderbares: tropfende Nasen, Babyflaschen, Blut, einen abgeschnittenen Finger im heiteren Umfeld. Das kann man sehen wie man will, am Besten humorvoll oder einfach gar nicht deuten. (… das Unbewußte ist weise!)

Wendt, Christine und Guggenmoos, Joseph (1993). Emy in der Fremde. Patmos Verlag,
ISBN 3-491-41000-2
Stichwort: Neugier Wachstum Akzeptanz von Andersartigkeit

Zu den Themen Neugier, Wachstum und gegenseitige Akzeptanz von Andersartigkeit wird hier in großen, klar gezeichneten Bildern eine Geschichte erzählt, die sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geeignet ist. In einfachen Worten erzählt es die Geschichte von Emy, einem kleinen Eisbären, der sich mit seinen Eltern in eine andere, ihm unbekannte Welt aufmacht. Emy, der kleine Eisbär, macht sich mit seinen Eltern auf die Reise zu seinem Onkel. Dieser schwärmte ihnen in einem Brief von der Faszination eines fernen Landes (Neues, Unbekanntes, Märchenhaftes fördert das Neugierverhalten) vor. Im fernen Süden angekommen hören, riechen, sehen und fühlen sie ganz andere Eindrücke, als die, die sie gewohnt sind . Mit den Braunbären, die dort leben, können sie sich zuerst überhaupt nicht verständigen und jeder bestaunt die Andersartigkeit seines Gegenübers. Emy bemerkt nach einiger Zeit, daß es ihm Spaß macht etwas Neues, Fremdes zu lernen und daß auch er den Braunbären etwas beibringen kann z.B., wie man einen Schneebären baut. Das Buch endet damit, daß die weißen Bären wieder nach Hause fahren, ihre neuen Freunde jedoch zu sich einladen, um ihnen bei sich zu Hause genauso viel Neues und Schönes zu zeigen (andere Kulturkreise), wie sie hier erfahren haben

Trauer, Abschied

Ellermann, H. (1992). Der rote Faden. Oldenburg: Lappan.
Stichworte: Tod eines Kindes- Trauer- Verarbeitung

Die kindliche Neugier und Abenteuerlust, welche die Kinder einem roten Faden nachgehen lässt, führt zur Konfrontation mit dem Tode eines Mädchens. Auch hier dient das Geschichtenerzählen, ausgelöst durch die Fragen der vier Kinder und durch Fotos aus vergangenen Zeiten (beides therapeutisch wichtige Mittel), der Verbindung von Bruchstücken. Erst diese Erinnerung ermöglicht Trauern und Verarbeitung.

Heidenreich, Elke (1999). Sonst noch was. München : Carl Hanser Verlag,
ISBN 3-446-19742-7
Stichworte: Bilderbuch- anspruchsvoller Text (ab c.a. 11 Jahre)- Abschied; Verantwortung; Tod

Das Buch handelt von der 11 Jahre alten Katharina, die die Ferien bei ihrem Onkel Hans auf dem Bauernhof im Westerwald verbringen darf, weil die Landluft ihre Bronchien heilen soll. Alleine fährt sie mit dem Zug zu ihrem Onkel. Auf der Fahrt lernt sie Roswitha Gansauge und ihren Hund Gustavo kennen. Von Roswitha lernt sie die Sprache der Tiere zu verstehen. Bei ihrem Onkel angekommen, probiert sie die neu errungene Eigenschaft gleich bei allen Tieren auf dem Hof aus und ist ihrem Onkel dabei eine große Hilfe. Am Ende der Ferien kommt ihre Mutter, um nach dem Rechten zu sehen. Sie hält Katharinas Onkel für schlampig und unverantwortlich. Allerdings muss sie feststellen, dass es ihrer Tochter gut geht und das Kind wieder ganz gesund ist. Bevor Katharina und ihre Mutter wieder abreisen, erhalten sie noch einmal Besuch von Frau Gansauge. Das Buch ist wohl frühestens für Kinder ab dem vierten Schuljahr geeignet. Nicht auf jeder Seite sind Bilder vorhanden und auch der Text ist im Vergleich zu den vorherigen Büchern anspruchsvoller. Die Geschichte ist mit viel Witz geschrieben. Über die etwas zu fürsorgliche und oft genervte Mutter, deren Lieblingssatz Sonst noch was!“ ihren Charakter widerspiegelt, kann man lächeln. Für Katharina, ihren verständnisvollen Onkel und die lustige Frau Gansauge entwickelt man sofort Sympathie.Jahre später stirbt Onkel Hans. Aber Roswitha, die Hans geheiratet hatte, erzählt Katharina, daß die Toten einen hören können, wenn man mit ihnen spricht. Und, daß sie manchmal sogar antworten. Viel später steht Katharina am Grab ihrer Mutter und versucht dieser von ihrem Leben zu erzählen. Sie weiß, der Mutter würde ihr Leben nicht gefallen. Und als sie gehen will glaubt sie zu hören. Ja, sonst noch was.‘

Jucker, S., Egger, B. (1986). Marianne denkt an ihre Großmutter. Zürich: bohem.
Stichworte: Tod der Großmutter- gemeinsame Trauer- Verarbeitung

Hier liegt der Schwerpunkt der Geschichte einerseits auf dem gemeinsamen Trauern als Voraussetzung für eine schrittweise Weiterentwicklung. Genauso betont wird der Aspekt: Der Prozess, die Verstorbene durch das erinnernde Geschichtenerzählen sowie das mit ihr Erlebte und durch sie Belebte innerlich aufzunehmen und bewahren zu können.

Krenzer, Rolf und Reuter, Elisabeth (1993) „Drache, kleiner Drache“ . Echter Verlag,
ISBN 3-429-01480-8
Stichworte: Bilderbuch- Geeignet für Grundschulkinder- Krankheit- Tod- Angst- Träume

In dem Buch geht es um das kranke Kind Matthis, der mit Hilfe eines Drachen wieder Hoffnung und Freude erlang Matthis liegt in der Kinderklinik, weil er Leukämie hat. Er hat Schmerzen und ist verzweifelt. Zwei Kinder, die mit Matthis auf der Station liegen sterben, und Matthis glaubt manchmal selbst auch von sich nicht mehr, daß er jemals wieder gesund wird. An einem ganz bestimmten Tag, an dem Matthis besonders traurig ist und in sein Kissen weint, hört er ein „Pst“ und spürt irgendetwas an seiner großen Zehe knabbern. Es ist ein kleiner Drache mit Namen Wladimir. Wladimir nimmt Matthis auf seinen Rücken und gemeinsam fliegen sie über Wälder, Wiesen, Berge, Städte und Dörfer. Wladimir kommt von nun an öfters zu Matthis und gemeinsam unternehmen sie schöne Ausflüge. Matthis vergißt darüber sogar manchmal seine Schmerzen. Den Erwachsenen erzählt Matthis nichts von Wladimir, da er merkt, daß sie ihm nicht glauben würden. Eines Tages kommt Wladimir ins Krankenhaus und sagt, daß er sich nun für immer von Matthis verabschieden muß, da andere Kinder ihn auch brauchen. Aber er verspricht Matthis, daß er immer für ihn da ist: „Du mußt ganz fest an mich denken, dann bin ich ganz innen drin bei dir!“. Der Drache verabschiedet sich, und Matthis stellt ihm noch die Frage, ob er glaubt, daß er wieder gesund wird. Daraufhin leuchten die Augen des Drachen und Matthis spürt, wie Hoffnung und Freude in ihm aufkommen.

ODell, Scott. ( ) Die Insel der blauen Delphine
Stichworte: Jugendbuch- Einsamkeit- Trauer- Verlassen-Werden

Der Jugendroman von Scott 0’Dell beruht auf der Geschichte eines Indianermädchens, das zwischen 1835 und 1853 tatsächlich allein auf einer Insel ca. 150 km süd westlich von Los Angeles lebte. Bekannt wurde dieser weiblich Robinson Crusoe als „die Verschollene von San Nicolas“. Sicher bekannt ist vom Leben dieses Indianermädchens nur sehr wenig. Der Autor orientierte sich an den wenig bekannten Punkten und versuchte die lange einsame Zeit des Mädchens, das er Kanara nennt überzeugend darzustellen. Er beschreibt dabei sehr eindrucksvoll Fauna und Flora der Insel und die Traditionen des Indianerstammes. Zu Beginn der Geschichte wird das Leben des Indianerstanimes auf der Insel beschrieben. Traditionen, erste auftauchende Probleme mit den Weißen und Otter Jägern und die Art und Weise des Zusammenlebens werden aufgezeigt. Die Katastrophe bahnt sich an, als die Otter Jäger nicht den verabredeten Preis dafür zahlen wollen, dass sie auf der Insel jagen durften. Beim Streit darum entsteht ein Kampf, bei dem viele Männer und auch der Häuptling, Kanaras Vater, getötet werden. Der Stamm beschließt, die Insel mit dem Boot der Weißen Männer zu verlassen. Kanara ist ebenfalls auf dem Boot, springt jedoch ins Meer und kehrt zur Insel zurück, weil ihr Bruder durch einen unglücklichen Zufall zurückgeblieben ist. Sie kann ihren kleinen Bruder nicht allein auf der Insel zurücklassen. Außerdem geht sie davon aus, dass sie und ihr Bruder nachgeholt werden, sobald der Sturm sich legt. Der Bruder wird kurz darauf von den wilden Hunden, die auf der Insel leben, getötet, In der Zeit als das Mädchen ohne jeden Menschen um sich herum lebt erzählt 0’Dell sehr glaubhaft ihren Wandel, ihre immer neue Sichtweise der Dinge, vor allen Dingen der Tiere, die zunächst aus der Tradition des Stammes heraus bloße Nahrungs und Kleider sowie Schmuck und Waffenlieferanten sind, oder von ihr sogar als Feinde betrachtet werden (vor allem die Hunde). Dann jedoch schließt sie Freundschaft mit den Tieren und betrachtet sie als ernstzunehmenden Ersatz für die Menschen. Sie werden zu ihrer Familie. So denkt sie über ihre Schwester nach und vergleicht sie: J … 1 so war sie jetzt wohl mit Nanko verheiratet und Mutter vieler Kinder. Hätte sie alle meine Kinder sehen können, sie hätte gelacht, weil sie so ganz anders waren als die, die ich mir gewünscht hatte.“ „Ulape [Schwester] hätte mich ausgelacht auch andere hätten gelacht  am meisten mein Vater. Dennoch konnte ich nicht mehr anders empfinden für Tiere, die meine Freunde geworden und für die, die es nicht waren, aber es noch werden konnten. [ … ] Denn Tiere und Vögel sind wie Menschen, mögen sie auch nicht die gleiche Sprache sprechen oder die gleichen Dinge tun wie wir. Ohne sie wäre die Erde ein freudloser Ort Auch die Zeit wandelt die Bedeutung. Zunächst wartet sie jeden Tag auf das Schiff Alles was sie tut ist daran orientiert. Als ihr klar wird, dass das Schiff vor dem Winter nicht mehr kommen wird fällt sie zunächst in ein Loch, gibt sich voll der Trauer um ihren Bruder und auch um den Vater hin. Dann jedoch stürzt sie sich in Arbeit, damit ihr Überleben auf der Insel gesichert ist. Es gibt eine Phase, in der sie denkt, sie könnte nicht mit all den Toten um sie herum leben und sie versucht die Insel zu verlassen. Sie muss jedoch zurückkehren, weil ihr Kanu leck ist. Auch nach dieser Erfahrung hat sie eine neue Einstellung zur Insel gewonnen, freut sich wieder zurückzukehren. Sie leidet nicht mehr so sehr unter den ständigen schmerzhaften Erinnerungen. Eine kurze zeitlang hat sie wieder Kontakt zu einem Menschen, einem Mädchen, das mit den OtterJägern auf die Insel gekommen ist. Als der Sommer vorbei ist fahren die Jäger jedoch wieder und mit ihnen das Mädchen. Von da an ist Kanara wieder alleine, bis sie schließlich von ‚Weißen Männern‘ mitgenommen und in einer Missionsstation aufgenommen wird.

Oyen,W., Kaldhol, M. (1987). Abschied von Rune. München: Ellermann,
ISBN 3-7707-6272-001
Stichworte: Unfalltod eines Kindes-Trauerprozess- Endgültiger Verlust erzählt mit starken, beein­druckenden Bildern die Geschichte eines Mädchens, welches den Tod seines nahen Freundes bewältigen muss. Die Darstellung des Trauerprozesses, Verzweiflung und Auflehnung, Erinnern und Trauern und schließlich das Annehmen.

Abschied nehmen von Rune muß Sara, Runes beste Freundin, denn Rune ist beim gemeinsamen Spiel am Wasser ertrunken. Die norwegische Autorin stellt ein sehr einschneidendes und schmerzhaftes Erlebnis sehr deutlich aber auch sehr behutsam dar. Das preisgekrönte Kinderbuch kann mit Kindern ab etwa 6 Jahren gelesen werden. Das in fließenden, weichen Farben illustrierte Buch schildert denn langen Prozeß den Sara durchleben muß, bis sie akzeptieren kann, daß sie ihren Freund endgültig verloren hat. In ausführlichen Textabschnitten wird zunächst die innige Freundschaft der beiden geschildert und wie es zu dem Unglück kam.Rune weiß, daß etwas furchtbares Geschehen ist, kann aber das Ausmaß des Unglücks nicht erfassen. Vier Tage später, vor der Beerdigung, sitzt sie mit ihren Eltern zusammen und ihre Mutter erklärt Rune, was geschehen ist und wie unumkehrbar es ist. Sara wird Rune nie wieder sehen. Saras Mutter findet einen Weg, ihr wenigstens ein bißchen Trost zu spenden: „Aber irgendwie ist er trotzdem nicht ganz fort, denn wenn wir an ihn denken, können wir ihn ja in uns drin sehen. Und dann können wir auch mit ihm sprechen. Mach mal die Augen zu und versuch es!“ Sara kann Rune drinnen in ihrem Kopf sehen. Sie sieht daß er lächelt, und er ist genauso wie früher. Min Glück, daß ich das weiß ! “ sagt Sara zu ihrer Mutter. Die Autorin beschreibt die Beerdigung aus der Sicht von Sara und schildert vor alle die Gefühle und Phantasien die Sara während des Bestattungs Rituals erlebt. Eher nebenbei werden auch einzelne Elemente des Rituals kindgemäß und unaufdringlich erklärt. Sara erlebt auch die Trauer von Runes Familie und kann besonders die Trauer von Runes Schwester mitempfinden, die nun keinen Bruder mehr hat. „Aber was ist, wenn er nun mal aufwacht und er aufstehen will und er kriegt den Deckel vom Sarg nicht auf solche und ähnliche Kinderfragen beantwortet die Autorin mit einfühlsamen Worten. Analog zu dem bereits beschriebenen Kinderbuch von Susan Varley („Leb wohl , lieber Dachs“) setzt bald nach dem Tod der Winter ein, als Zeit der zurückgezogenen Trauer und der Stille. Aber eines Tages im nahenden Frühling,“ fühlt Sara nach langer Zeit, daß die Luft ganz mild ist“. Schließlich besucht sie mit ihrer Mutter Runes Grab und wird ein weiteres Mal von ihren Gefühlen überwältigt: „Ich will aber, daß Rune wiederkommt, Mama. Ich hab solche Lust, mit ihm zu spielen 1 f und “ er soll nicht zu Erde werden. Er soll wiederkommen und hierbleiben.“ Ein weiteres Mal erklärt ihr ihre Mutter, daß Rune nie mehr kommen wird. Sie hält Sara. im Arm und läßt sie weinen. Hinterher schlendern sie über den Friedhof. Sara pflückt am Ende einen Frühlingsstrauß und schenkt ihn Rune. Sara wird noch oft an Rune denken.

Pfaue, Justus (1988). Anna Ballerina. Loewes Verlag.
Stichworte: Jugendbuch- Erfolg- Freundschaft- Behinderung- Tod- Trauer- Trauerverarbeitung

Das Buch ist bestimmt den meisten bekannt. Es ist vor ca. 11 Jahren verfilmt worden und lief damals als Weihnachtsserie im ZDF. Ich selbst war damals 13 Jahre alt und ganz begeistert. Anna ist eine sehr talentierte Balletttänzerin und es scheint ihr eine große Zukunft bevorzustehen. Sie lebt in einer jntakten“ Familie und hat einen Freund, den Rainer, der seit einem Skiunfall vor 6 Jahren im Rollstuhl sitzt. Anna kennt Rainer seit 5 Jahren. Damals hatte sie einen schweren Verkehrsunfall gehabt und war vorübergehend bis zur Hüfte gelähmt gewesen. Sie hatte alle Hoffnungen aufgegeben, je wieder laufen zu können, geschweige denn jemals wieder tanzen zu können. Rainer hatte ihr im Spezialsanatorium wieder Mut gemacht. Nach monatelangem Training, therapeutischer und orthopädischer Behandlung lernt Anna das Laufen neu. Auch zum Tanzen kann Rainer sie wieder bewegen. Anna wechselt bald von der Amateurballettschule auf eine Profischule und wird unter die Fittiche von Madame Kralowa genommen. Ab jetzt geht es mit ihrer Ballettkarriere steil bergauf Sie geht von München nach Ingolstadt. Den ersten Menschen, den sie an der neuen Schule in Ingolstadt kennenlernt ist David, ein Tänzer aus New York. David ist ein gutaussehender und netter Typ. Rainer ist schnell eifersüchtig auf David, da Anna und er schnell Freundschaft schließen, sich sehr gut verstehen und auch viel Zeit miteinander verbringen. Rainer wirft Anna in seiner Eifersucht vor, sie sei in David verliebt. David ist abenteuerlustig, macht viele Dinge, die ihn in Lebensgefahr bringen, z.B. balanciert er einmal auf einem sehr hohen Straßengeländer. Bei dieser Aktion holt Anna ihn vom Geländer runter und David drückt ihr zum Dank einen Kuß auf den Mund und gesteht ihr, daß er in sie verliebt ist. Anna geht jedoch gar nicht darauf ein, sie liebt den Rainer. Anna und David trainieren eifrig sie haben das Ziel, gemeinsam zum Tanzen nach New York zu gehen. George Mamoulin hat jedoch seinen Schüler David von seiner Liste genommen und hat nur noch Interesse an Anna. Sie möchte er nach New York holen. Zur Qualifikation dafür muß sie jedoch erst die Carmen vor vielen Fachmännern tanzen. Sie trainiert eisem. Als der Tag der Vorführung gekommen ist möchte ihr David von einer eisernen Treppe aus zusehen. Von dort oben erhofft er sich eine bessere Sicht auf Annas Tanz. Er ist 18 Meter über dem Boden und balanciert dort oben herum. Das Licht ist schummrig, er macht einen kleinen Schritt zuviel und stürzt in die Tiefe. Alle um Anna herum versuchen Davids Tod zu verheimlichen, Anna soll erst noch ihr Solo tanzen. Sie entdeckt David jedoch und ist erschüttert. Sie möchte nie wieder tanzen und nach New York möchte sie auch nicht mehr. Trotz verpatzter Soloaufführung wird sie nach New York eingeladen. Sie soll erst einmal ein Jahr dortbleiben. Dank Rainers Überredungskünste entschließt sich Anna doch nach New York zu gehen. Sie soff ein Engagement bei dem weltberühmten Ballettmeister George Mamoulian bekommen. Anna möchte es für David tun, er wäre bestimmt stolz auf sie gewesen.

Varly, S. (1984) Leb wohl lieber Dachs. Wien / München / Heidelberg: Betz,
ISBN 3-219-10283-2
Stichworte: Sterben, Tod Trauer Bewältigung des Verlustes

Auch hier liegt der Schwerpunkt der Geschichte einerseits auf dem gemeinsamen Trauern als Voraussetzung für eine schrittweise Weiterentwicklung. Andererseits gibt es den wichtigen Prozess, den Verstorbenen durch das erinnernde Geschichtenerzählen sowie das mit ihm Erlebte und durch ihn Belebte innerlich aufzunehmen und bewahren zu können, wieder. Mit dem Dank an den verstorbenen Dachs ist die Trauerzeit in Leb wohl, lieber Dachs abgeschlossen und kraftvolles Weiterleben möglich. Das Bilderbuch schildert das Sterben des Dachses und wie seine besten Freunde  jede/r auf seine eigene Art  mit ihrer Trauer umgehen. Das Buch ist für Grundschulkinder aller Konfessionen gut geeignet. Der Dachs war immer zur Stelle gewesen, wenn eines der Tiere ihn brauchte. Den Frosch hatte er Schlittschuh laufen gelehrt, den Fuchs Krawattenknoten schlingen, und Frau Kaninchen hatte von ihm sein Spezialrezept für Lebkuchen bekommen. Die Tiere reden oft von der Zeit, als Dachs noch lebte. Und mit dem letzten Schnee schmilzt auch ihre Traurigkeit dahin. Es bleibt die Erinnerung an Dachs, die sie wie einen Schatz hüten. Besonders liebevoll schildert das Buch wie positiv der alte Dachs mit seinem bevorstehenden Tod umgeht. „Der Dachs fürchtet sich nicht vor dem Tod. Sterben bedeutet nur, daß er seinen Körper zurückließ. Und da sein Körper nicht mehr so wollte wie in früheren Tagen, machte es dem Dachs nicht allzuviel aus, ihn zurückzulassen. Seine einzige Sorge war, wie seine Freunde seinen Tod aufnehmen würden.“ Susan Varley schildert das Sterben als „einen seltsamen, doch wundervollen Traum“. Dem Dachs öffnet sich ein langer Tunnel, seine Beine tragen ihn kräftiger, sicherer, behender; er braucht keinen Spazierstock mehr, berührt schließlich den Boden gar nicht mehr. Er fühlt sich frei. „Es war, als wäre er aus seinem Körper herausgefallen. “ An dieser Stelle schließt die Schilderung des Sterbens. Die Autorin läßt es offen, was am Ende des Tunnels kommen könnte und ob überhaupt noch etwas kommt. Auf die Freunde des Dachses kommen nun kalte Monate zu, und sie ziehen sich mit ihrer Trauer in ihre Behausungen zurück. Der Schnee begräbt das Land unter sich, aber er kann die ‚Traurigkeit nicht begraben, die die Freunde des Dachses erfüllt. Sie wissen nicht, wie sie ohne den Dachs zurechtkommen sollen. Erst als es anfängt, Frühling zu werden, besuchen die Tiere einander wieder oft und reden von der Zeit, als der Dachs noch lebte. Die Tiere arbeiten nun an ihrer Trauer und erinnern sich an all das was sie jeweils vom Dachs gelernt hatten und was sie nur ihm zu verdanken haben. Dachs hat damit jedem von ihnen ein Abschiedsgeschenk hinterlassen, das sie wie einen Schatz hüten. Mit ihren verschiedenen Gaben können sie alle einander helfen. Mit dem Schnee schmilzt schließlich auch die Traurigkeit dahin und der Name des Dachses wird mit immer neuen, liebevollen Schmunzelgeschichten in Verbindung gebracht. Der Maulwurf, der besonders unter dem Tod des Freundes gelitten hatte, dankt schließlich an einem warmen Frühlingstag seinem Freund auf dem Hügel, wo er ihn zum letzten Mal gesehen hatte.

Velthuijs, M. (1992). Was ist das?, fragt der Frosch. Aarau / Frankfurt a. M.: Sauerländer.
Stichworte: Trauer- Verarbeitung

Hier ist die Hinwendung zum Leben wieder möglich, nachdem der feierlich-rituelle Akt des Begrabens der Amsel und das erinnernde Geschichtenerzählen von gemeinsam mit der Amsel Erlebtem vollzogen ist.

Trotz

Richard Tulloch / Armin Greder (1990). Benny in der Spielzeugkiste. Middelhauve Verlag,
ISBN 3-7876-9339-4
Stichwort: Trotziges Verhalten eines Kindes und das Verhalten der anderen ihm gegenüber

Dieses Bilderbuch mit einfachem Text und auf wenige Details reduzierte, klar gezeichnete Bilder erzählt die Geschichte eines trotzigen kleinen Jungens, der sich in seine Spielzeugkiste verkriecht und die Versuche der übrigen Familienmitglieder, ihn wieder herauszulocken, ignoriert. Zu Beginn der Geschichte zeigt Benny sehr eindrucksvoll ein typisch kleinkindhaftes Verhalten: er ist total sauer, liegt am Boden und hämmert mit den Fäusten und Füßen (grenzenloses Verhalten). Er zieht sich anschließend in seine Spielzeugkiste zurück, in seine eigene kleine Welt, mit klar abgesteckten Grenzen, in die niemand hereinkommen und ihn stören kann. Die übrigen Familienmitglieder versuchen alles, um ihn herauszulocken, doch er zeigt ihnen gegenüber seine Macht. Dabei gebraucht er genau den Tonfall oder die Hilfsmittel der anderen, um ihnen zu sagen, dass er nie wieder herauskommt (Omnipotenz der Kinder). Alle, auch die kleine Schwester sind völlig ratlos, lassen sich aber immer wieder etwas einfallen und verkleiden sich z.B. als Ärztin, Feuerwehrmann … (Autoritäten), aber nichts hilft. Bis die Frage auftaucht, warum Benny eigentlich in die Kiste gestiegen sei und niemand sie beantworten kann. Sie stellen fest, dass er manchmal eben sehr wütend sei, das aber ein normales kindliches Verhalten sei und lassen ihn daraufhin in Ruhe. Jetzt hat Benny Zeit nachzudenken, denn er hat niemanden mehr, den er provozieren kann und ihm wird langweilig. Er hat völlig vergessen, warum er so sauer war, steigt aus seiner Kiste und geht zu den übrigen Familienmitgliedern, um sein Eis zu essen.

Imme Dros (1992) Ich will die! Middelhauve Verlag, ISBN 3 7876932 97
Stichwort: Durchsetzungsvermögen alltäglicher Mutter-Kind-Konflikt und dessen Auflösung

Dieses Bilderbuch ist durch seine einfachen, farbenfrohen Bilder und seinem kurzen Text für Kinder und Erwachsene sehr ansprechend. Es schildert in einfachen Worten die Wünsche und das Durchsetzungsvermögen von Lisa beim Kauf von roten Schuhen, die eigentlich zu klein sind und den Lösungsversuchen ihrer Mutter, Lisa bekommt neue Schuhe und hat sich in den Kopf gesetzt ein Paar rote Schuhe zu kaufen, auch wenn dieses letzte Paar eigentlich zu klein ist, was Lisa nicht glauben will. Sie setzt sich ihrer Mutter gegenüber durch, bekommt die neuen Schuhe und liebt sie über alles, nimmt sie sogar mit ins Bett. Doch beim ersten größeren Ausflug beginnen die Schuhe zu drücken. Lisa versucht alles, um die Schmerzen zu verringern. Als sie es schließlich jedoch nicht mehr aushält und zu weinen anfängt, geht ihre Mutter auf sehr einfühlsame Weise auf sie ein und kümmert sich um sie. Sie beschließen ein neues Paar Schuhe zu kaufen und Lisa weiß schon ganz genau, dass sie ihren Willen wieder durchsetzen will. Ihre Lieblingsschuhe wird sie jedoch noch so lange behalten, bis sie sie jemand anderen schenken kann, dem sie besser passen.

Debi Gliori (1992). Mein Bruder das Luder. Alibaba Verlag, ISBN 3-860 42-114-X
Stichwort: Geschwisterkonflikt

Dieses Bilderbuch ist ein sehr lustig gezeichnetes und ansprechendes Buch mit einfachem Text. Es erzählt die Geschichte von Belinda, einem viel bewunderten Einzelkind, das eines Tages einen Bruder bekommt, dadurch „entthront“ wird , und alles_ mögliche versucht ihn wieder loszubekommen. Der Inhalt dieses Buches wird sowohl Geschwisterkindern als auch deren Eltern bekannt vorkommen und bietet für beide Seiten Anregungen. Belinda weiß in diesem Buch von Anfang an, dass ihr neuer Bruder ein Luder sei. Sie fühlt sich von diesem Eindringling und Störenfried vom „Thron“ gestoßen. Deshalb versucht sie mit allen Mitteln ihn wieder loszuwerden (magische Phase): durch Zaubertricks, mit einer Faltencreme oder ihn von einer Bestie verschlingen zu lassen. Doch alles misslingt und am Ende der Geschichte bemerkt Belinda eines Nachts, dass ihr Bruder verschwunden ist und macht sich große Sorgen. Sie hat Angst um ihn und fängt an zu suchen. Sehr eindrucksvoll beschreibt dieses Buch hier die kindlichen Ängste und Phantasien und die Erleichterung, als sie ihn schließlich im Kleiderschrank findet, in dem er zusammen mit den Katzenkindern eingeschlafen ist. Gleichzeitig weiß Belinda aber auch, dass die Nerverei ihres Bruders damit nicht vorbei ist, sondern weitergeht.

Umwelt

Walter Schmögner (1991). Das neue Drachenbuch. Insel Verlag, ISBN 3-458-04762-X
Stichwort: Umweltverschmutzung Suchtproblematik

In diesem sehr lebhaft gezeichneten Buch ist jede Seite in mehrere Bilder unterteilt und cartoon ähnlich gezeichnet. In einfachen Sätzen erzählt das Buch vom Drachen und seiner Freundin, der Maus, die aus ihrer gewohnten, heute zugebauten Umgebung flüchten und sich mit vielen Tieren aufmachen eine saubere Wiese zu finden, auf der sie leben können. Dies gelingt ihnen jedoch nicht. Dieses Buch klärt sehr plastisch über die Ursachen und Folgen der Umweltverschmutzung auf und kann als Appell an die Menschen gesehen werden. Gleichzeitig könnte man hier die Umweltzerstörung auch als eine andere, zerstörende Sucht interpretieren (sich selbst und andere zerstörende Sucht, z.B. Drogen … ) Das Ende dieses Buches ist offen gehalten und lässt Spielraum für verschiedene Interpretationen. Der Drache und seine Freundin, die Maus, wollen wegen der Umweltverschmutzung und der zunehmenden Verbauung nicht mehr in ihrer früher so schönen Heimat leben. Sie machen sich auf in die Stadt, um den Stadthund zu fragen, was denn los sei. Doch auch dem Hund geht es sehr schlecht vor lauter Gestank und Verboten. So machen sie sich zu dritt auf um eine schönere und sauberere Umwelt zu finden. Auf ihrem Weg begegnen ihnen viele andere Tiere, die auch über die Umweltverschmutzung und deren Folgen, oder über die Gemeinheit der Menschen klagen. All diese Tiere nehmen sie mit und suchen ein Land, in dem sie bleiben können. Auch die Gräser beklagen sich über die Unkrautvernichtung und die dadurch entstehende Vernichtung des Lebensraumes für andere Tiere, z.B. der Raupe. Endlich finden sie ein wunderschönes Tal, in dem sie bleiben wollen. Doch die Kröte warnt sie vor dem Atomkraftwerk und dem dort austretenden Gift. Also ziehen sie weiter bis sie auf einen hohen Berg gelangen. Von dort oben rufen sie den Menschen eine Frage zu: Warum zerstört ihr die Umwelt, wenn ihr und eure Kinder sie doch braucht?!